JoomGallery Stats for JoomGallery MVC BETA

  •   1287
Comicgate RSS-Feed Comicgate RSS-Feed

Comicgate-Tweets

Eigenveröffentlichungen

Wir publizieren auch im Print!

Comic-Kalender

April 2012 Mai 2012 Juni 2012
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31
Neue Veranstaltung einsenden Neue Veranstaltung einsenden
Zum Kalender

Partnerlinks





 



 

von Benjamin Vogt Montag, 26. Oktober 2009

 Während der letzten Marvel-Events Civil War und Secret Invasion bahnte sich klammheimlich ein neuer Superschurke den Weg an die Spitze der Unterwelt. Hood heißt er und glänzte bislang vornehmlich durch Kurzauftritte in Brian Bendis' New Avengers oder Ed Brubakers Daredevil. Doch erst jetzt wird die Frage nach der Identität des Gangsterbosses mit der roten Kapuze enthüllt.

Die in Marvel Exklusiv 82 abgedruckte sechsteilige Miniserie ist in den USA bereits im Jahr 2002 unter dem Max-Label veröffentlicht worden. Es handelt sich dabei um den ersten Auftritt des Hood, dessen Origin-Story hier von Brian K. Vaughan (Y: The last man, Ex Machina) erzählt wird. Es ist die Geschichte des Kleinkriminellen Parker Robbins, der bei einem Job zufällig auf einen rot kostümierten Dämon trifft, auf diesen in Panik schießt und sich dessen Schuhe und Mantel unter den Nagel reißt. Ausgestattet mit speziellen Kräften kurbelt Parker seine Verbrecherkarriere ordentlich an und schafft sich damit Feinde an gleich mehreren Fronten.

Die Handlung an sich bietet keine allzu großen Überraschungen, dennoch ist die Entstehung von „The Hood“ ganz amüsant mitzuverfolgen. Aus dem privaten wie beruflichen Loser und seinem nichtsnutzigen Cousin entwickelt sich ein verhängnisvolle Partnerschaft, in der die beiden anfangs recht unbeholfen versuchen, Kapital aus den dämonischen Fähigkeiten zu schlagen.

 Wirklich gut gelungen ist die sympathische Seite der Hauptperson, die einfach kein klassischer Schurke ist, sondern die Feinde auf clevere Weise gegeneinander ausspielt und dabei trotz verbrecherischem Machtstreben stets für den Leser sympathisch bleibt, kennt dieser doch von Beginn an die freundliche Seite des unbedarften Parker Robbins.

Früh wird deutlich, warum diese Figur auch nach dieser Origin-Story im normalen Marvel-Universum immer wieder gerne eingesetzt und damit im Geheimen zur bedeutenden Figur aufgebaut wurde: The Hood ist ein Charakter, der ebenso schnell die Unterwelt erobert wie er an das dafür nötige Potential gelangte. Völlig zufällig klaute er einem Dämon den Umhang, im Gegensatz zu den in diesem Band auftretenden etablierten Schurken Constrictor, Jack O'Lantern und Shocker weiß er diesen Vorteil aber viel besser für sich umzusetzen.

Zeichnerisch umgesetzt ist diese Miniserie von Kyle Hotz, dessen kantiger Stil erfrischenderweise so gar nicht glattgebügelt daherkommt. Gerade das übermäßige Schattieren der Gesichter mag auf den ein oder anderen Leser ungewohnt oder befremdlich wirken, aber wer etwa die Bilder eines Kelley Jones mag, wird sich darüber eher freuen. Außerdem ist niemand geringerer als Eric Powell (The Goon) für die Tuschearbeit in diesem Band zuständig gewesen, was sicherlich nicht gerade gegen einen Kauf spricht.

Für das Verständnis der regelmäßig stattfindenden Marvel-Events braucht man diesen Comic sicherlich nicht, ebenso wenig benötigt man für diesen abgeschlossenen Sechsteiler das Vorwissen aus der übergeordneten Kontinuität des Verlages. Wer aber mehr über die Hintergründe der Figur herausfinden will, kommt an dem Werk von Vaughan und Hotz nicht vorbei. Interessant genug ist der Aufstieg des Hood allemal.

Eine Leseprobe gibt es bei mycomics.


Marvel Exklusiv 82: The Hood
Panini, Oktober 2009
Autor: Brian K. Vaughan
Zeichner. Kyle Hotz
148 Seiten, farbig, 19,95 Euro (SC), 25 Euro (HC)

Geburt eines Superschurken: unterhaltsam und düster

Jetzt bei ComicCombo anschauen und bestellen!

Abbildungen: © Marvel / Panini Comics

 



Trackback(0)
Kommentare (0)Add Comment

Kommentar schreiben
kleiner | groesser

security code
Bitte den folgenden Code eintragen


busy

Ähnliche Artikel

  • Der Lehrling des Magiers 1
     Mit Raymond E. Feists Der Lehrling des Magiers veröffentlicht Panini Comics ein weiteres Bruchstück seines wachsenden Fantasy-Segments. Darin geht es um Freundschaft, Lehrjahre und die erste große Liebe. Aber Drachen und Trolle kommen auch vor, keine Sorge. - 23.02.2008
  • Holy Terror (US) - Rezension von Björn Wederhake

    Die Vorgeschichte zu Holy Terror dürfte weitgehend bekannt sein. Frank Miller entscheidet irgendwann nach dem 11. September 2001 (der ihn offensichtlich stark bewegte, wie z.B. die klar an 9/11 angelehnte Doppelseite in The Dark Knight Strikes Again zeigte), dass er einen Comic machen möchte, in dem Batman Herrn Bin Laden so richtig schön aufs Maul haut. So wie das Captain America im Zweiten Weltkrieg mit Adolf Hitler gemacht hat. Dann wurde es still um das Projekt. Man vermutete, es wäre inzwischen begraben, nur um dann zu erfahren, dass es immer noch lebt. Aber nun ohne Batman, da Miller meint, mit der Figur des Batman nicht so weit gehen zu können, wie es für diesen Comic nötig wäre. Und nun, etwas zu spät für den 10. Jahrestag der Attentate vom 11. September und einige Monate nach dem Ableben Osama Bin Ladens, ist Holy Terror bei Legendary Comics erschienen.

    - 14.10.2011
  • The Boys 3: Streicheleinheiten
     Garth Ennis galt noch nie als intellektueller Schöngeist. Seine Comics sind gewöhnlich derb und bissig. So auch The Boys, die Serie, die DC nicht wollte, vermutlich, weil sie den hauseigenen Superhelden zu sehr zugesetzt hätte. Streicheleinheiten ist nun Ennis' dritter Streich gegen die fliegenden Strumpfhosenträger. - 14.03.2009
  • The Umbrella Academy 1: Weltuntergangs-Suite
     Gerard Way war in Comic-Kreisen bislang eher ein Unbekannter. Jetzt dreht der Sänger der Band My Chemical Romance ganz gut auf. Seine neu gestartete Serie The Umbrella Academy war ein Überraschungshit bei den Eisner Awards. Und das ganz zu Recht. - 03.03.2009
  • Marvel Noir - Daredevil
     Seit einiger Zeit produziert Marvel Comics diverse Miniserien, in denen die bekanntesten Figuren des Verlags, wie Spider-Man oder Wolverine, in ein alternatives Setting versetzt werden. Hier sind sie keine Superhelden oder Mutanten, sondern Charaktere in Noir-Krimis, die die klassischen Zutaten der schwarzen Serie enthalten: düstere, dreckige Städte, gebrochene Helden, undurchschaubare Frauen und Verbrecher, die dem Gesetz immer einen Schritt voraus zu sein scheinen. - 23.09.2010