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17.05.2012 - 25.05.2012
(Signierstunde) - Düsseldorf: DoKomi
26.05.2012 - 27.05.2012
(Messe/Festival) - Berlin: Graphic Novel – ein politischer Resonanzraum
03.06.2012
(Vortrag/Diskussion)
von Marco Behringer Sonntag, 15. August 2010
Im elisabethanischen England greift König James von Schottland nach der Krone, während der Großinquisitor Enrique von Spanien Jagd auf die "Hexenbrut" - außergewöhnlich Begabte - macht und die Tochter des Führers der Überseekolonien gemeinsam mit einem "Wilden" um Hilfe bittet. Sir Nicholas Fury und Dr. Stephen Strange haben am Hof der Königin von England alle Hände voll zu tun, während Graf Otto von Doom seine finsteren Pläne schmiedet. Die Welt scheint ohnehin aus den Fugen, da unerklärliche Wetterphänomene als Vorboten des Weltuntergangs gedeutet werden.
Gaiman vermischt hier auf gekonnte Weise Elemente der Science Fiction (Zeitreise, Zeitanomalien, Alternativwelt) mit Fantasy (Riesendrachen, Magie) und steckt das Ganze in einen geschichtlichen Rahmen. Neben den politischen Ränke- und Machtspielen zwischen Vatikan, Inquisition, England und Schottland greift der Autor genauso auf volkskundliche Hintergründe wie Hexenverfolgung zurück, die sich hervorragend für die Marvel-Welt erweist, weil es dort von begabten Mutanten, Magiern und Hexen nur so wimmelt. Problematisch sind aus ethischer Sicht dagegen die post-9/11-Reflexe Gaimans: Zum Beispiel billigt Elisabeth die Anwendung von Folter, was unwillkürlich an die Guantanamo-Exzesse denken lässt und dadurch einen bitteren Nachgeschmack erzeugt.
Die Grafik besticht durch einen starken Hang zum Mystischen und Übernatürlichen. Kuberts individueller Strich weist einen leichten Einschlag zum Rundlichen, Kindlichen auf, was zum Märchenautor Gaiman jedoch hervorragend passt. Die detaillierten Zeichnungen sind außerdem von Schraffuren gekennzeichnet, was den übernatürlichen Effekt noch einmal verstärkt. Das Artwork besticht darüber hinaus durch eine ungewöhnliche Kolorierungstechnik. Richard Isanove trug die leuchtenden Farben direkt auf die Bleistiftzeichnungen Kuberts auf, wodurch ein besonderer Effekt entsteht. Die gewöhnlich starken Tuschekonturen fehlen dadurch, was die Figuren plastischer erscheinen lässt. Die Kolorierung selbst wird von mystisch wirkenden Farben dominiert: violett, rosa, türkis und blau.
Gaiman hat mit Marvel 1602 innerhalb des Superheldengenres für viel Furore gesorgt. Seine märchenhafte Parallelwelt ist als traumatisierte Reaktion auf 9/11 zu verstehen und deshalb mit Vorsicht zu lesen. Trotzdem kann die grandios erzählte Geschichte in den Bann ziehen und auch für Gelegenheitssuperheldencomicleser interessant sein, die sich für Genre-Crossover oder märchenhaft-morbide Geschichten begeistern. Die Zeichnungen Kuberts sind einmalig und werden durch die außergewöhnliche Kolorierung Isanoves ergänzt.
Marvel 1602 (Gesamtausgabe)
Panini Comics, April 2010
Text: Neil Gaiman
Zeichnungen: Andy Kubert
Softcover, Seiten, farbig; 19,95€
ISBN: 978-3866079304
Leseprobe bei myComics (34 Seiten)
Die spannende Geschichte und die magischen Bilder ziehen in ihren Bann!
Abbildungen © Andy Kubert, der dt. Ausgabe Panini Comics















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Im Top-Cow-Universum exisitieren seit jeher die
jeweils aktuellen
Inkarnationen der Angelus und der Darkness. Sie repräsentieren Licht
und
Finsternis und sind damit seit Urzeiten natürliche Widersacher.
Dazwischen sorgt die Witchblade als drittes Artefakt im Bunde für das
kosmische
Gleichgewicht der beiden erstgennanten. Dass es mit eben jenen
mysteriösen
Artefakten mehr auf sich hat als der Leser bislang vermuten konnte,
davon
erzählt das Event Broken Trinity.
- 31.05.2010
Man stelle sich einmal vor: Statt eines Supermans, der schneller als eine Pistolenkugel fliegt, Meteoriten mit der bloßen Hand stoppt und Stahl per Hitzeblick schmelzen lässt, gäbe es 100 von der Sorte. Oder 1.000. Oder gar 100.000! Und genau Letzteres ist die Ausgangssituation des New Krypton-Crossovers, das sich durch die US-Serien Action Comics, Superman und Supergirl zog und inklusive dem dazugehörigen Special in den beiden vorliegenden Bänden gesammelt wurde.
- 15.04.2010
Salleck Publications veröffentlicht die Gesamtausgabe der klassischen Spirit-Geschichten; allerdings nicht chronologisch, sondern abwechselnd immer ein Band von Will Eisner, dann ein Band eines Zeichners, der Eisner vertreten hat, während dieser im Kriegsdienst war.
"Unkraut jäten" ist das nicht, eher Unkraut modernisieren. Haben in den
Ausgaben davor die alten Batschurken, Joker und Scarecrow zum Beispiel,
einen neuen, modernen Anstrich bekommen, ist jetzt Poison Ivy dran.
- 28.05.2006