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von Benjamin Vogt Samstag, 29. Dezember 2012
Lange Jahre hat Hellboy-Schöpfer Mike Mignola auf diesen Moment hingearbeitet. Mit „Der Sturm” schließt sich nicht nur die jüngste Trilogie, die mit Duncan Fegredos Arbeit als Zeichner an der Serie begann, auch die ganze bisherige Geschichte um den Höllenjungen gipfelt in einem großen Showdown.
Hellboy, der seit seiner Abkehr von der B.U.A.P. auf Solopfaden wandelt, reist nach England, für dessen Erbe er aufgrund des Besitzes des legendären Schwerts Exkalibur verantwortlich zeichnet. Zusammen mit einer Armee Untoter und der Unterstützung seiner Erzfeindin, der Hexe Baba Yaga, zieht er schließlich in einen alles entscheidenden Krieg gegen die Blutkönigin Nimue.
Das Ende ist dramatisch; wie es mit der Serie danach weitergehen könnte, bleibt offen. Zuvor führt Mike Mignola alle Fäden aus vorherigen Storylines, insbesondere aus den beiden ersten Teilen der Trilogie (Band 9: „Ruf der Finsternis”” und Band 10: „Wilde Jagd”) zusammen und bildet einen runden Abschluss. Auch viele Nebenfiguren dürfen in mehr oder weniger kleinen Rollen nochmals auftreten.
In dem ganzen Geflecht aus Mythen-, Märchen- und Pulpversatzstücken fällt es nicht immer leicht, den Überblick zu behalten – erst Recht, wenn man jeden Band mit einigen Monaten Pause dazwischen liest. Hellboy ist eine Serie, die stark von ihrer von langer Hand im Voraus geplanten Kontinuität profitiert. Mignola denkt immer etliche Storylines voraus und das merkt man auch.
Begeistert bin ich auch immer noch den Zeichnungen von von Duncan Fegredo, der Mignola aus meiner Sicht mehr als überzeugend vertritt. In Kombination mit der erstklassigen Kolorierung des erfahrenen Dave Stewart wird jede Seite zu einer echten Augenweide. Wenn es nach mir ginge, würde ich die beiden gerne auch in Zukunft weiter an Hellboy sehen.
Wie es mit der Handlung nach dem spektakulären Finale weitergehen wird und welche Stilrichtung die Serie ab sofort einschlagen wird, das bleibt abzuwarten. Ich bin gespannt.
Wertung: ![]()
Fulminanter (vorläufiger) Abschluss, der viele aufgeworfene Handlungsstränge aufgreift und zu einem würdigen Ende bringt
Hellboy 12: Der Sturm
Cross Cult, August 2012
Text: Mike Mignola
Zeichnungen: Duncan Fegredo
Übersetzung: Frank Neubauer
192 Seiten, farbig, Hardcover
Preis: 22 Euro
ISBN: 978-3-86425-035-4
Leseprobe
Abbildungen: © der dt. Ausgabe: Cross Cult















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Rezensionen



Das Horror-Genre ist in den letzten Jahren im Comicbereich immer beliebter geworden. Wirklich guten und überzeugenden Horror findet man jedoch eher selten. Eine willkommene Ausnahme im Genre-Einheitsbrei ist die Serie Locke & Key von Joe Hill, die nun erstmals auch auf Deutsch erscheint. In Form einer Dialog-Rezension besprechen Christopher Bünte und Thomas Kögel den ersten Band der Reihe.
Die neue Vertigo-Reihe American Vampire machte schon im Vorfeld von sich reden, weil niemand geringeres als Stephen King Texte zu der Serie beisteuerte. Nun liegt also der erste Band auf Deutsch vor und man kann sich endlich ein eigenes Bild machen.
Wenn sich im Weltall zwei Superhelden, der eine ohne Beine und der andere ohne Schädeldecke, über die Gesangskünste des ersteren unterhalten, dann befindet man sich mit großer Sicherheit im Marvel-Universum. Dann muss man schon ein echter Marvel-Zombie sein, ein bekennender Fan des Hauses der Ideen, um den entsprechenden Comic nicht aus der Hand zu legen. Doch wenn man mit diesen Helden genauso vertraut ist, wie Autor Robert Kirkman (The Walking Dead), dann wird man sich nicht nur über den Sammelband Marvel Zombies Collection freuen, sondern den parodistischen Zombies sein Herz schenken, und dazu seine Gedärme, sein Hirn und seine abgetrennten Gliedmaßen.
- 09.02.2010
Hellboy, stets im Kampf gegen paranormale Bedrohungen, erweist sich im vorliegenden elften Band einmal mehr als wahrer Globetrotter. Mike Mignola sendet seine Schöpfung auf eine Reise quer durch die Lande und greift erneut tief in die Trickkiste, um einige faszinierende Geschichten rund um Mythen, Sagen und Folklore zu spinnen.