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von Benjamin Vogt Montag, 24. Januar 2011
Hellboy, stets im Kampf gegen paranormale Bedrohungen, erweist sich im vorliegenden elften Band einmal mehr als wahrer Globetrotter. Mike Mignola sendet seine Schöpfung auf eine Reise quer durch die Lande und greift erneut tief in die Trickkiste, um einige faszinierende Geschichten rund um Mythen, Sagen und Folklore zu spinnen.
Die Reise des rothäutigen Höllenjungen beginnt in Virginia. In einer von Teufeln und Hexen geplagten Region steht die Seele eines Mannes auf dem Spiel. „Der Krumme“ heißt dieser Dreiteiler, der von niemand geringerem als Altmeister Richard Corben zu Papier gebracht wurde. Die wuchtigen Bilder von Corben, der bereits zuvor an Hellboy arbeitete, sind für den ein oder anderen Leser sicherlich ungewohnt, besitzen jedoch ihren ganz persönlichen Charme.
Weiter geht es nach Massachusetts, wo der legendäre Pirat Blackbeard als Untoter seinen verschollenen Kopf sucht. Jason Shawn Alexander illustriert diese Erzählung hervorragend. Sein Zeichenstil wirkt deutlich verwaschener und düsterer als der der anderen Zeichner in dieser Zusammenstellung.
Auch düsterer als die Arbeit des großzügig mit Schattierungen operierenden Mike Mignola, der die die daraufolgende Geschichte sowohl getextet als auch gezeichnet hat. Sie handelt von einem Moloch, der sich in eine alte Kapelle in Portugal eingenistet hat.
In „Das Mal“, einer sehr kurz gestalteten Episode, die von Stammzeichner Duncan Fegredo umgesetzt wurde, mündet ein Kartenspiel mit Geistern in England für Hellboy in ein surrealistisches Erlebnis.
Die beiden letzten Storys führen uns schließlich in die russische Folklore und in die Vergangenheit der bekannten Antagonisten des Hellboy-Universums, Kolschej und Baba Jaga. Am Zeichentisch brilliert hier Guy Davis, dessen Arbeit man natürlich aus der regulären Serie des Hellboy-Spinn-offs B.U.A.P. kennt.
Mignola präsentiert mit „Der Krumme“ eine muntere Mischung, die gerade optisch eine relativ gute Bandbreite an Stilistiken vorzuweisen hat. Die Riege der beteiligten Zeichner überzeugt ausnahmslos und es findet sich nicht ein beteiligter Künstler, der nicht zu diesem Comic passen würde. Die größere, von Mignola von langer Hand geplante Rahmenhandlung findet hier zwar keine Fortführung, dafür bekommt man eine empfehlenswerte Zusammenstellung von Kurzgeschichten.
Wertung: ![]()
Hellboy bereist die Welt mit einer Handvoll großartiger Zeichner an Bord; gerne mehr davon
Hellboy 11 - Der Krumme
Cross Cult, Dezember 2010
Text: Mike Mignola, Joshua Dysart
Zeichnungen: Mike Mignola, Duncan Fegredo, Guy Davis, Richard Corben, Jason Shawn Alexander
192 Seiten, farbig, Hardcover
Preis: 22 Euro
ISBN: 978-3-941248-78-6
Leseprobe
Abbildungen © Richard Corben/Mike Mignola, der dt. Ausgabe: Cross Cult















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Rezensionen


Paris im Jahre 2054: Die junge Wissenschaftlerin Ilona Tasuiev verschwindet aus ungeklärten Umständen. Ihr Arbeitgeber Avalon, ein multinationaler Großkonzern, der Gesundheit, Schönheit und ewiges Leben propagiert, versucht sie ebenso ausfindig zu machen wie Karas, ein impulsiver Polizist, der mit Hilfe Ilonas Schwester Nachforschungen betreibt. Nach und nach eröffnen sich die wahren Gründe für die Entführung. Doch das tatsächliche Ausmaß der Verschwörung und die Tragweite der wissenschaftlichen Erkenntnisse werden dem Leser erst später bewusst.
Shelley versucht, cool zu bleiben. Draußen steht ihr Ex-Freund Jack. Er ist betrunken und hämmert gegen die Tür. Hoffentlich verschwindet er wieder. Reinlassen kann sie ihn nicht. Schließlich ist ihr neuer Lover Dwight hier, das gäbe eine Katastrophe.
Man kann so manchen Fan schon stöhnen hören: „Nicht schon wieder eine neue Vampirserie“. Wahrlich machen sie ihrem Namen als Untote alle Ehre. In den letzten Jahren ist in jedem popkulturellen Bereich eine schon fast unübersehbare Anzahl an neuen Titeln und dementsprechend auch Interpretationen festzustellen. Die Blutsauger sind eben nicht unterzukriegen. Zwielicht ist es als einer neuen Vampirserie durchaus gelungen, in einem ziemlich ausgesaugten Segment einige recht neue Aspekte zu finden.
Eigentlich war ich von den vergangenen Sammelbänden von Hack/Slash recht angetan, doch mit dem nunmehr sechsten Band „Zeit zu lieben, Zeit zu slashen“, scheint in meinen Augen die Luft ganz schön raus zu sein aus dem Konzept „Sexy Girl jagt mordende Monster“.
Man erinnere sich: Die Agentin Liz Sherman wurde im achten Band der Serie entführt und ihre Kollegen versuchen nun krampfhaft, sie zu finden. Dass ihr Entführer ein Magier ist und schon erfolgreich den Helden Lobster Johnson bekämpfte, macht das Ganze nicht einfacher. Doch es gelingt ihnen, die Spur aufzunehmen und so reisen sie mit militärischer Unterstützung zur chinesisch-russischen Grenze. Doch der Gegner kommt von unerwarteter Seite und auch ihren neuen Verbündeten hätten sich Kate Corrigan, Johann Kraus und Abe Sapien gewiss anders vorgestellt. Und obendrein werden sie vor eine folgenreiche Wahl gestellt.