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(Vortrag/Diskussion)
von Marco Behringer Freitag, 23. Juli 2010
Die Geschichte spielt in einer nahen Zukunft, im Jahr 2029. Es geht um das amerikanische U-Boot USS Nebraska, das in den Tiefen des Mittelmeers ein merkwürdiges Signal empfängt. Als die Besatzung den Ort lokalisiert, stößt sie auf das Wrack eines sowjetischen U-Boots, das in der Nähe eines gigantischen Artefakts liegt. Doch die Tauchmannschaft, die der Kommandant ausschickt, um dessen Inneres zu erforschen, kehrt nie mehr zurück. Sie hat sich in eine rätselhafte Kultstätte begeben, die sich unmittelbar bei dem sowjetischen U-Boot befindet. Nach und nach geschehen auch auf der Nebraska seltsame Stör- und Unfälle.
Das ist natürlich ungerecht gegenüber Dorison, der sich 2001 noch nicht mit vergleichbaren Comics messen lassen musste. Ganz im Gegenteil - die Mystery-/Near-Future-Science-Fiction ist erst in den letzten Jahren mit den erwähnten Splitter-Titeln ins Rollen gekommen. Von daher kann man dem Autor durchaus eine Vorreiterrolle zuordnen.
Die Zeichnungen von Bec erreichen nicht ganz die fotorealistische Schärfe, die er in seinen anderen Arbeiten vorweisen kann. Aber der Ansatz dazu ist hier bereits deutlich erkennbar, und auch in Heiligtum wirkt der realistische Zeichenstil zu hölzern und starr. Die Farben von Homer Reyes sind zurückhaltend, dafür hat er für das Artwork Lichteffekte eingesetzt. Die Bilder übertragen die Stimmung der Erzählung aber trotzdem in passender Weise.
Es bleibt noch abzuwarten, wie sich die Serie in Band 2 "Der Weg in den Abgrund" und danach im Abschlussband "Moth" entwickelt wird. Die Story ist steigerungsfähig. Schließlich ist der rätselhafte Zusammenhang mit den historischen Ereignissen von 1945 nur angedeutet und das Geheimnis der Kultstätte unter Wasser noch nicht gelüftet worden.
Heiligtum 1 - USS Nebraska
Splitter, Juni 2010
Text: Xavier Dorison
Zeichnungen: Christophe Bec
Hardcover, 64 Seiten, farbig; 13,80 Euro
ISBN: 978-3-86869-148-1
Die Story kommt nur langsam in Fahrt, und die Bilder wirken starr
Abbildungen © Christophe Bec, der dt. Ausgabe Splitter
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