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(Vortrag/Diskussion)
von Benjamin Vogt Donnerstag, 11. August 2011
Liest man ein Werk des Comickünstlers Baru, weiß man mittlerweile, woran man ist. Der
Franzose versteht sich auf Milieustudien, er skizziert das Leben in den französischen Vorstädten, berichtet von Losern, gefallenen Champions, Kleinkriminellen und fängt damit die Tragik des gesellschaftlichen Lebens Frankreichs immer wieder aufs Neue so gut ein wie kaum ein anderer Autor.
Dabei lässt es sich Baru jedoch trotz realistischer Darstellung nicht nehmen, jedem seiner Comics eine spezifische Genrenote zuteil werden zu lassen. Im Falle seines neuen Werks Hau die Bässe rein, Bruno! schuf er einen verwobenen Krimi mit leicht komödiantischem Einschlag.
Der Comic folgt zwei Handlungen, die im Laufe der Geschichte miteinander verknüpft werden: In der ersten Geschichte geht es um den jungen Slimane, der in einem afrikanischen Dorf als Fußballtalent entdeckt wird und sich daraufhin in den Laderaum eines Flugzeugs schmuggelt, um nach Frankreich zu gelangen und Karriere zu machen. Dort erwartet ihn jedoch das harte Leben als illegaler Einwanderer, der sich mit Gelegenheitsjobs durschlagen muss.
Die zweite Handlung fokussiert sich auf Zizou (ein Namensvetter des berühmten Fußballers Zinedine Zidane, hier wird bereits der Brückenschlag zu Slimane sichtbar), der frisch aus dem Gefängnis entlassen bereits seinen nächsten großen Coup plant. Doch für den Überfall auf einen Geldtransporter muss Zizou sich ausgerechnet auf ein paar alternde Ganoven verlassen.
Baru spinnt die beiden Ebenen auf ruhige Weise fort und vernetzt sie nach und nach miteinander. Das ist für den Leser an einigen Stellen etwas verwirrend, aber nicht umso weniger interessant. Am Ende des gewohnt seicht kolorierten, rasant gestalteten Bandes ergibt sich eine schlüssige Auflösung. Souverän, wie man es von vorherigen Arbeiten Barus in vergleichbarem Stil (z.B. Wut im Bauch und Elende Helden, beide Edition 52) kennt, strukturiert der französische Künstler seine Einzelelemente zu einem stimmigen Ganzen. Am bemerkenswertesten ist jedoch, dass er dabei sogar soziokulturelle Themen wie Migration und das Älterwerden subtil in seine Verbrecherstory mit einfließen lässt.
Wertung: ![]()
Gelungener Comicband, der bewährte Motive aufgreift und ihnen auf kluge Weise neue Aspekte abzuringen vermag
Hau die Bässe rein, Bruno!
Verlag: Edition 52, Mai 2011
Text: Baru
Zeichnungen: Baru
128 Seiten, farbig, Softcover
Preis: 22,- Euro
ISBN: 978-3-935229-83-8
Abbildungen © Baru, der dt. Ausgabe: Edition 52















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Rezensionen




Als Autor John Layman mit seiner Idee von einem Cop, der mittels einer außergewöhnlichen Geschmacksbegabung die Geschichte und Herkunft einer jeden Speise erfahren kann, in der amerikanischen Comicverlagslandschaft hausieren ging, lehnte so gut wie jeder ab. Die Zurückweisung kam dem ehemaligen Wildstorm-Redakteur jedoch letztendlich zugute.
Salleck Publications veröffentlicht die Gesamtausgabe der klassischen Spirit-Geschichten; allerdings nicht chronologisch, sondern abwechselnd immer ein Band von Will Eisner, dann ein Band eines Zeichners, der Eisner vertreten hat, während dieser im Kriegsdienst war.
Düstere Grüße einer finsteren Seele!
Empire USA ist, wie el Niño,
die Doppelbandausgabe einer Serie, deren erster Band bereits in
mehreren Teilen über das Comicmagazin ZACK veröffentlicht wurde. Auch
hier tritt die Problematik auf, dass ZACK-Leser eine Hälfte dieses
Albums schon kennen und auch schon dafür bezahlt haben.