JoomCategories for JoomGallery
- Kategorie: 6. Akt: Der letzte Akt
- Kategorie: 5. Akt: Der Akt ohne Namen
- Kategorie: Chili oder Essen, das zweimal brennt
JoomGallery Stats for JoomGallery MVC BETA
- 1287
Rezis nach Kategorien
Aktuelle Rezensionen
Comicgate-Tweets
Comic-Kalender
- Buffy-Zeichner Franco Urru auf Signiertour
17.05.2012 - 25.05.2012
(Signierstunde) - Düsseldorf: DoKomi
26.05.2012 - 27.05.2012
(Messe/Festival) - Berlin: Graphic Novel – ein politischer Resonanzraum
03.06.2012
(Vortrag/Diskussion)
von Daniel Wüllner Samstag, 26. Februar 2011
Wie oft kann man ein Genre parodieren, in dessen Fahrwasser man schwimmt, ohne dabei selbst abgeschmackt zu wirken? Die Antwort auf diese Frage gibt die aktuelle Ausgabe von Hack/Slash: verdammt lange.
Mittlerweile macht Cassie Hack zum fünften Mal Jagd auf die Slasherbrut. Fünf deutsche Bände, ins amerikanische Format zurückgerechnet, ergibt 17 US-Hefte. Obwohl sich das noch nicht nach einer besonders lang laufenden Serie anhört, hätte man dem Konzept zu Beginn sicher nicht so einen langem Atem zugetraut. Doch die Langatmigkeit speist sich gerade aus dieser simplen Idee: "Frau jagt Slasher". Damit es nicht zu monoton wird, werden Nebenkriegsschauplätze eröffnet, Intrigen geschmiedet und Pointen langsam vorbereitet.
Der Band (Re)Animatoren ist selbst eine kleine Mutation. Bestehend aus zwei kleinen Übergangsgeschichten und zwei längeren Erzählsträngen, hält er die Waagschale zwischen Haupthandlung und Nebensträngen. Zwar sind die Geschichten "Hinter dem Regenbogen" und "Eiskalt serviert" nicht per se spannend, doch nähren sie das Interesse des Lesers, seinen Heißhunger auf frisches Storyfleisch. Für "Selbst/Mord" schreibt Seeley die Buchstaben "S", "E" und"X" in großen Lettern auf. Erst in der abschließenden Geschichte mit dem ungelenken Titel "Cassie und Vlad treffen den Re-Animator" wird der Hauptgang serviert, das große Finale.
Ganz ohne Frage ist das Cover dieser Ausgabe Blickfänger und Kaufanreiz. Im Inneren des Bandes findet diese aufreizende grafische Darstellung keine Fortsetzung. Die Zeichnerriege um Tim Seeley und Emily Stone versucht zwar grafisch Akzente zu setzen, doch bleibt die Darstellung mittelmäßig: In der Episode "Selbst/Mord" wird versucht, die digitale Revolution mittels Chat-Nachrichten als Textboxen und überästhetisierter Computer-Kolorierung zu verkaufen. Der Effekt überzeugt nicht, da Gesichtsausdrücke einfach zu statisch aussehen, um die Gefühle der Akteure glaubhaft rüberzubringen. Doch dies ist keine tiefschürfende Comicliteratur, der das Seelenheil ihrer Figuren am Herzen liegt. Näher liegt da das blutende Herz, das während der actionreichen Splatterhandlung fachgerecht entfernt wird.
"Während im geheimen Versteck der Aliens..." Eine solch plumpe Überleitung mag simpel wirken, ist aber genial. Warum nicht den Leser möglichst schnell dorthin bringen, wo er hin will. Dort, wo die Post abgeht. Auch wenn er dann schon mal an der falschen Kreuzung abbiegt, er sich plötzlich in der Nef-Welt wiederfindet und dort die Post nicht abgehen sollte, so erfüllt diese Überleitung genau ihren Zweck: Sie schneidet all das heraus, was keinen Spaß macht.
Auch wenn die Anspielungen auf Splatterfilme und B-Movies nicht sonderlich neu wirken und auch die Story nicht unglaublich einfallsreich ist, so gelingt es Seeley mit der Fragmentierung seines Plots, den Leser Stück für Stück in die Welt seiner Slasher zu ziehen. Dies ist nicht die große Comic-Erzählung, sondern ein B-Comic zum Amüsieren.
Wertung: ![]()
Wenn es den Begriff B-Comic noch nicht gibt, dann gebühren den Machern von Hack/Slash die Blumen dafür.
Hack/Slash 5 - (Re)Animatoren
Cross Cult, Dezember 2010
Text: Tim Seeley
Zeichnungen: Tim Seeley und diverse
160 Seiten, farbig, DIN A5 Hardcover
Preis: 19,80 Euro
ISBN: 978-3-941248-86-1
Leseprobe
Abbildungen © Tim Seeley, der dt. Ausgabe: Cross Cult















Neue Veranstaltung einsenden

Rezensionen




Der vorletzte Band der Sin-City-Reihe ist vor kurzem erschienen. Diesmal mit elf Kurzgeschichten, unter anderem der Balkonszene aus dem ersten Film, und einem Wiedersehen so mancher alter Bekannter wie Marv (!) oder Dwight.
Das Horror-Genre ist in den letzten Jahren im Comicbereich immer beliebter geworden. Wirklich guten und überzeugenden Horror findet man jedoch eher selten. Eine willkommene Ausnahme im Genre-Einheitsbrei ist die Serie Locke & Key von Joe Hill, die nun erstmals auch auf Deutsch erscheint. In Form einer Dialog-Rezension besprechen Christopher Bünte und Thomas Kögel den ersten Band der Reihe.
Hellboy gehört zu den Comic-Serien, die sich in der Comicgate-Redaktion sehr großer Beliebtheit erfreuen. So ist es kein Wunder, dass der neue Band Seltsame Orte gleich von zwei Redaktionsmitgliedern besprochen wird: von Benjamin Vogt und von unserem Neuzugang Bastian Richelshagen.
- 06.07.2006
Eric Powells Serie The Goon ist bekannt für ihre Noir-Atmosphäre, die mit Horror, Pulp und Humor angereichert wird. Das ist manchmal ziemlich abstrus, aber die Reihe hat den unbedingten Willen zum Trash und will auch gar nichts anderes als zu unterhalten und Spaß zu machen. Der Humor geht allerdings manchmal sehr in die Bereiche von Flatulenz-Gags wie bei den Filmen der Farrelly-Brüder. Der neue Band von The Goon ist anders. Er wurde von vornherein als Graphic Novel konzipiert, er steht außerhalb der Serie und folgt auch nicht deren Kontinuität. Vielmehr wird hier die Vergangenheit des Goon beleuchtet und manche Handlungslücke geschlossen. Schon im allerersten Band der Reihe wurden die traumatischen Ereignisse in
Unter dem deutschen Titel Am Rande des Himmels erschien dieses Werk schon einmal, 1996 beim Carlsen Verlag. 15 Jahre später hat sich die Comiclandschaft stark verändert – ein Comic, der teilweise autobiografisch auf über 200 Seiten von Rassismus und Homosexualität, Politik und Gesellschaft erzählt, muss längst nicht mehr als exotische Besonderheit gelten, sondern passt formal und inhaltlich hervorragend in die mittlerweile etablierte Marktnische der "Graphic Novels". Grund genug für den Verlag Cross Cult, eine Neuauflage des vergriffenen Comics zu machen, diesmal unter dem englischen Originaltitel.