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03.06.2012
(Vortrag/Diskussion)
von Daniel Wüllner Montag, 30. August 2010
Die züchtige Blanche verliert durch ein Gewaltverbrechen ihre Schwester Agathe und dringt in eine Welt voller Intrigen und schmutziger Fantasien ein, um den Mord aufzuklären. Vielleicht nicht ganz so bemüht postfeministisch wie Tardis Heldin Adèle Blanc-Sec, widersteht die Protagonistin ihren Freiern und behält auch in prekären Lagen immer ihre Würde: "Ich erlaube Ihnen nicht, mich anzufassen."
Die Avancen der geifernden Männer und die konstante Ablehnung wirken dabei nie redundant. Noch bevor es zum eigentlichen Akt kommen kann, nutzen die Künstler die ganze Palette von Gestik und Mimik, um die Situationen zu deeskalieren, ohne ihnen dabei ihre Spannung zu nehmen. Allein Blanches Augen werden zu neugierigen Scheinwerfern, mit denen sie auch die Entdeckungslust einer Miss Marple bei Weitem übertrifft.
Eine schnelle Abfolge von relativ kleinen Panels kommt dem Genre Krimi entgegen. Die Handlung wird zügig vorangetrieben und wird immer wieder dann verlangsamt, wenn sie sich zu überschlagen droht. Die Geschwindigkeitswechsel der Erzählung werden durch den Kontrast von dunklen, abgründigen Nacht- und Kellerszenen und hellerleuchteten Zimmern des Nobelbordells Pampadour verstärkt.
Fräulein-Rühr-Mich-Nicht-An
Reprodukt, Juni 2010
Text: Hubert
Zeichnungen: Kerascoët
Übersetzung: Kai Wilksen
48 Seiten, farbig, Softcover, je 12,00 Euro
Ein frivol anrüchiges und spannendes Sittenbild vom Paris 30er Jahre, das sich nicht zieren muss und ruhig angerührt werden kann
Band 1: Die Jungfrau im Freudenhaus
ISBN: 978-3-941099-43-2
Leseprobe
Band 2: Blut an den Händen
ISBN: 978-3-941099-44-9
Leseprobe
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Cyril Pedrosa ist Comiczeichner (bekannt geworden durch Ring Circus und Drei Schatten) und er ist bekennender Öko.
Beide Fragmente seiner Persönlichkeit bringt er in dem Album Auto-Bio
zusammen. Pedrosa schildert sein Leben als Freund der Umwelt und wie er dieses
an strengen ökologischen Werten auszurichten versucht. In meist nur eine Seite
des Albums einnehmenden Episoden umreißt Pedrosa Alltagsprobleme, auf die er als
Öko gestoßen ist.
- 27.07.2009
26 Jahre ist der Franzose Bastien Vivès erst alt, hat aber bereits
etliche eigene Comics veröffentlicht. Einer davon, Le Goût du chlore,
bekam 2009 beim Festival von Angoulême den Prix Révélation als bestes
Werk eines Nachwuchskünstlers. Bei Reprodukt erscheint mit diesem Buch
nun erstmals ein Comic von Vivès auf Deutsch. Sehr viel
Übersetzungsarbeit musste der Verlag hier nicht investieren, denn mit
Dialogen hält sich der Künstler sehr zurück.
- 09.09.2010
Nimm Alles an / Bleib in Bewegung / Keine Angst / Keine Erwartungen / Bleib rein / Pass auf dich auf.
Auch im zweiten, abschließenden Band bleibt Smoke City eine klassische Heist-Story. Der Coup, eine wertvolle Mumie aus einem Museum zu rauben, war im ersten Band zwar geglückt, jedoch sorgte aber der Verrat eines Bandenmitglieds dafür, dass die Gang gefasst wurde. Doch die Polizei ist viel mehr an deren Auftraggeber interessiert und bietet den Gangstern einen Deal an. Der Gegner aber ist nicht zu unterschätzen und die gestohlene Mumie spielt dabei eine wesentliche Rolle.
Zum einen: Was ist der Unterschied zum US-Heft mit seinen "starren" 22-Seiten-Format? Und zum anderen gibt es reichlich französische Alben (und Graphic Novels) die völlig andere Seitenzahlen haben - man schaue nur mal ins Programm von Splitter & Konsorten.