JoomCategories for JoomGallery
- Kategorie: 6. Akt: Der letzte Akt
- Kategorie: 5. Akt: Der Akt ohne Namen
- Kategorie: Chili oder Essen, das zweimal brennt
JoomGallery Stats for JoomGallery MVC BETA
- 1287
Aktuelle Rezensionen
Comicgate-Tweets
Comic-Kalender
- Buffy-Zeichner Franco Urru auf Signiertour
17.05.2012 - 25.05.2012
(Signierstunde) - Düsseldorf: DoKomi
26.05.2012 - 27.05.2012
(Messe/Festival) - Berlin: Graphic Novel – ein politischer Resonanzraum
03.06.2012
(Vortrag/Diskussion)
von Benjamin Vogt Mittwoch, 08. Dezember 2010
Da hab ich mich gerade noch in der Rezension zu Ehapas Missi Dominici an der klischeehaften Verwendung von Kindern zur Erfüllung alter Prophezeiungen und zur Rettung des Landes gestört, da setzt uns das Kreativteam Christophe Bec und Iko in ihrer neuen Serie Finsternis mit dem kleinen Ioen gleich das nächste Messias-Kind vor. Trotzdem sollte man hier ein Auge zudrücken, denn ansonsten ist der erste der erste Band der Reihe wirklich beeindruckend.
Christophe Bec, produktiver Autor von Serien wie Carthago, Heiligtum oder Prometheus (alle ebenfalls bei Splitter erschienen) entwarf für Finsternis eine klassisches Fantasyszenario: Ein Feuerhagel prasselte eines Tages nieder und ließ aus dem heißen Lavaboden gigantische Drachenwesen gebären. Diese bedrohen hundert Jahre später das Reich von König Kirgräd und er beschließt, die Drachen auszurotten, bevor diese ihm zuvor kommen. Hoffnung erhält Kirgräd trotz einiger Fehlschläge durch die uralte Prophezeiung, laut derer seinem Volk im jeden Jahrhundert ein auserwählter Krieger zur Seite steht.
Parallel entpuppt sich in einem fernen Dorf ein kleiner blonde Junge, Ioen, als sensationeller Speerwerfer und als unempfindlich gegen Feuer. Wer eins und eins zusammenzählt, der könnte natürlich mutmaßen, dass Ioen sich in den weiteren Bänden als perfekte Waffe gegen die Drachen empfiehlt. Aber ist er wirklich der Auserwählte? Und wieso besitzt er übernatürliche Kräfte?
Das (Fantasy-) Rad wird in Finsternis zwar nicht gerade neu erfunden, aber das Genre wird wirklich grafisch und dramaturgisch grandios bedient. Die ausdrucksstarken Bilder von Iko, dessen erste Serie dies ist, sind sehr detailliert und schmücken die Fantasywelt weitschweifend aus. Zudem ist der Comic trotz des Titels gar nicht so finster umgesetzt, oder zumindest in weiten Teilen nicht. Vielmehr passt sich der Zeichner dem jeweiligen Szenario farblich an und zieht den Leser mit Burgen, Eislandschaften oder Lavahöhlen sofort in den Bann. Mit seinem einprägsamen Stil schafft es Iko auch spielend, die Spannung der Handlung einzufangen, etwa, wenn die riesigen Drachen die Menschenarmee angreifen.
Freilich weckt das in Finsternis ausgebreitete Königreich Assoziationen an Der Herr der Ringe und die Bruthöhle (?) der Drachen erinnert an das Design von Gigers Aliens (was sich zuerst wie eine seltsame Kombination anhören mag), aber das macht das erste Album der Serie nicht minder faszinierend.
Ein außerordentlicher Fantasycomic, der sich deutlich von anderen Genrevertretern absetzt
Wertung: ![]()
Finsternis 1: Ioen
Splitter Verlag, November 2010
Text: Christophe Bec
Zeichnungen: Iko
48 Seiten, farbig, Hardcover
Preis: 13,80 Euro
ISBN: 978-3-86869-200-6
Abbildungen der dt. Ausgabe: © Splitter Verlag















Neue Veranstaltung einsenden






Mit dem englischen Wort "Changeling" bezeichnet die europäische
Mythologie ein sogenanntes Wechselbalg, ein Baby also, das den Eltern
ohne deren Wissen untergeschoben wird, während Elfen oder Geister das
eigentliche Kind rauben. Ein solcher Changeling ist auch der kleine
Peter Jobson, auch Scrubby genannt, von dem Pierre Dubois und Xavier
Fourquemin in ihrem Comic erzählen.
- 19.06.2009
Man kann so manchen Fan schon stöhnen hören: „Nicht schon wieder eine neue Vampirserie“. Wahrlich machen sie ihrem Namen als Untote alle Ehre. In den letzten Jahren ist in jedem popkulturellen Bereich eine schon fast unübersehbare Anzahl an neuen Titeln und dementsprechend auch Interpretationen festzustellen. Die Blutsauger sind eben nicht unterzukriegen. Zwielicht ist es als einer neuen Vampirserie durchaus gelungen, in einem ziemlich ausgesaugten Segment einige recht neue Aspekte zu finden.
Troy ist nicht mehr nur ein Planet, sondern ein einziges riesiges Franchise geworden. Nachdem Lanfeust von Troy so erfolgreich wurde und den Troll von Troy als Spin-Off gebar, wurde Lanfeust nicht nur zu den Sternen geschickt, es wurden auch mehrere andere Serien entwickelt, welche die Geschichte von Troy und die Abenteuer von unterschiedlichsten Charakteren beleuchten. Einige dieser Serien sind bislang noch gar nicht auf Deutsch erhältlich. Wenn man aber Die Kriegerinnen von Troy als Beispiel für noch fehlende Bände nimmt, dann ist auch äußerste Vorsicht angeraten.
Der Titel der Fortsetzung „Jenseits vom Wunderland" trifft es ziemlich gut. Denn zum einen spielt die Handlung dieses Bandes in der „realen" Welt und nicht, wie der erste Band, im Wunderland. Und zum anderen werden, verglichen mit dem ersten Band, einige Charaktere mehr, ins Jenseits geschickt. Die Fortsetzung des literarischen Horrorcomics ist ziemlich blutig geraten und dürfte auch manche Splatterfreunde ansprechen. In manchen Szenen liegen die Gedärme in Massen herum.