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03.06.2012
(Vortrag/Diskussion)
von Benjamin Vogt Samstag, 07. Februar 2009
In der beschaulichen Gemeinde von Sankt Eustachius halten
sich gleich mehrere Schutzengel auf, zwei von ihnen sind die Freunde Jeliel und
Yesod. Nach dem Selbstmord eines ihrer Schützlinge und der Übernahme des
hiesigen Priesters durch eine dämonische Präsenz, werden die beiden jedoch
zusammen mit dem in dieser Zeit neu geborenen, weiblichen Engel Om nach
Notre-Dame strafversetzt. Dort angekommen, müssen sie an vorderster Front in
den Krieg gegen die dämonischen Armeen eingreifen. Der Ausbruch aus diesen
Kriegswirren gelingt dem Trio aber recht schnell, als sie zu Sonderermittlern
ernannt werden, um ungewöhnliche Vorkommnisse in einem Mädchenpensionat in der
Bretagne zu untersuchen. Jeliel, Yesod und Om landen schließlich im
feindlichen, dämonischen Heimatreich und begeben sic auf eine gefährliche
Mission…
Engel ist ein unterhaltsamer Fantasy-Comic in drei Kapiteln. Die drei in diesem Gesamtband enthaltenen Originalalben führen die drei Protagonisten in unterschiedliche Szenarien, was eine charakterliche Entwicklung innerhalb der Handlung bedingt: Von unbedarften Schutzengeln werden sie zu Soldaten in einer Schlacht gegen das Böse und entpuppen sich schlussendlich als Schlüsselfiguren für den erhofften Ausgang des Konfliktes zwischen Engeln und Dämonen.
Szenarist Dieter gelang ein fantasievoller Comic mit deutlich überwiegenden Funny-Elementen, ohne aber zu sehr auf Situationskomik zu setzen, sein Humor ist eher subtilerer Natur. So ganz ernsthaft kommt die Geschichte um Jeliel, Yesod und Om also nicht daher, was vor allem in den amüsanten Momenten, in denen die drei sich mit ihrem vorgesetzten Erzengel auseinandersetzen müssen, einen starken Ausdruck findet. Die Bilder von Zeichner O.G. Boiscommun passen perfekt zu dieser unbeschwerten Art des Erzählens. Mit viel Liebe zum Detail und einer beeindruckenden Kolorierung verleiht er dem Band letztendlich auch seinen besonderen Charme.
Engel ist der dritte und neueste All-in-one Comic von Ehapa, und es ist auch der bislang empfehlenswerteste. Preislich liegt er auf gleicher Höhe wie die anderen Ausgaben, nämlich bei stolzen 39,95 Euro. Natürlich muss man bedenken, dass man für diesen Preis sozusagen gleich drei Alben in einem bekommt, warum jedoch Engel trotz ca. 24 Seiten geringerem Umfang als Hell's Kitchen und mit ca. 25 Seiten mehr als Die Chroniken von Centrum genau den selben Verkaufspreis hat, erschließt sich mir nicht so wirklich.
Engel
Ehapa Comic Collection, Januar 2009
Text: Dieter
Zeichnungen: O.G. Boiscommun
Hardcover; farbig; 168 S.; 39,95 €
ISBN: 978-3-7704-3236-3















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Es ist vollbracht, die fünfteilige, neu bearbeitete
Andrax-Gesamtausgabe liegt jetzt also komplett vor. Auch wenn die Stories aus
den 70ern an vielen Stellen vornehmlich durch hölzerne Dialoge und übertriebene
Handlungen auffallen, so beweist die spanisch-deutsche Koproduktion von Autor
Peter Wiechmann und Zeichner Jordi Bernet dennoch, dass überbordende
s/w-Fantasycomics auch heute noch ihren verdienten Platz innehaben können.
Wer bei dem Titel oder dem Cover erotische Bilder innerhalb einer
historischen Kulisse im Kopf hat, wird enttäuscht sein. Nein, im
Auftaktband "Der Verrat" der Fantasy-Serie Der Wald der Jungfrauen gibt es keine aufreizenden Posen oder unschuldige Frauen zu sehen. Jean Dufaux (Kreuzzug, Splitter 2008) und Béatrice Tillier (Fee,
Splitter 2008) inszenieren ein historisierendes Märchen- und Sagenepos,
das vom unerbittlichen Kampf zwischen Menschen und Wölfen handelt.
- 12.03.2010
In der Regel teilen sich mehrere Comickünstler die Arbeit auf: Einer schreibt, einer zeichnet und einer koloriert. Klar, manchmal kommt es auch vor, dass jemand schreibt und zeichnet oder zeichnet und koloriert. Jedoch ist es selten, dass eine Person allein gleich alle drei Bereiche übernimmt. Patrice Pellerin ist so eine Person.
Der Titel der Fortsetzung „Jenseits vom Wunderland" trifft es ziemlich gut. Denn zum einen spielt die Handlung dieses Bandes in der „realen" Welt und nicht, wie der erste Band, im Wunderland. Und zum anderen werden, verglichen mit dem ersten Band, einige Charaktere mehr, ins Jenseits geschickt. Die Fortsetzung des literarischen Horrorcomics ist ziemlich blutig geraten und dürfte auch manche Splatterfreunde ansprechen. In manchen Szenen liegen die Gedärme in Massen herum.
Den meisten Lesern dürfte Prometheus, der Titan, der den Menschen laut Sage das Feuer brachte und deswegen von Zeus bestraft wurde, ein Begriff sein. Weshalb Christophe Bec seine dreiteilige Serie nach diesem benannt hat, bleibt nach dem ersten Band noch unklar. Lediglich die Legende von Prometheus wird auf wenigen Seiten thematisiert, lässt dabei aber jeden Bezug zur eigentlichen Handlung vermissen.