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(Vortrag/Diskussion)
von Jons Marek Schiemann Sonntag, 24. April 2011
So langsam wird deutlich, worum es in der ersten Storyline der Serie Eco Warriors genau geht. Die geheimnisvolle Ampulle des ersten Bandes enthält ein Protein, das mit illegalen Methoden Orang-Utans entnommen worden ist. Während zwei große Pharmakonzerne um die Patente streiten, wollen sie alle Spuren im Dschungel von Sumatra vernichten. Chris und seine herbeigerufenen Freunde der „Eco Warriors“ suchen derweil nach der im Dschungel verschwundenen Eva und ahnen nicht, dass diese Suche ein Wettlauf gegen die Zeit ist.
Eco Warriors ist also kein Science-Fiction-Abenteuer, was man vielleicht noch nach dem ersten Band hätte annehmen können, sondern ein Ökothriller. Der große Pluspunkt der fesselnden neuen Serie besteht darin, dass Marazano zu keinem Zeitpunkt den moralischen Zeigefinger erhebt. Das braucht er auch nicht. Er konzentriert sich auf die Story und diese weiß schon genügend zu schockieren. Selten wurde eine ökologische Botschaft so in die Handlung eingebettet und mit Spannung und Dramatik versehen.
Dem Schöpferduo gelingen dabei auch schöne symbolträchtige Bilder. Zum einen wäre da die verschollene Eva (Nomen est Omen), die von einem Affenstamm aufgenommen wird. Zum anderen sind da eine antike Ruine und direkt daneben ein abgestürztes Flugzeug, welches bereits von Pflanzen überwuchert ist. Auch die Technik ist neben der Zivilisation dem Verfall unterworfen und nur die Natur kann sich selbst behaupten. Das will das Bild suggerieren und umso schwerer schockiert das Ende.
Die Zeichnungen sind generell sehr stimmungsvoll. Noch stimmungsvoller als im ersten Band, da die Fortsetzung zum größten Teil im Dschungel selber spielt. Teilweise wurden die Zeichnungen sichtbar am PC koloriert, was aber nicht stört, sondern gute Effekte hervorruft und auch zum Thema Technik (Computer-Kolorierung) gegen Natur (Handzeichnungen) passt.
Auch wenn der erste Storybogen hiermit beendet wird, bleiben genügend Fragen offen, die den Leser neugierig auf den nächsten Zyklus werden lassen, der in der Arktis spielen wird. Und ja, das verliebte Schwein ist auch wieder dabei. Nur diesmal dient es selbst als Lustobjekt. Zu seinem Leidwesen.
Wertung: ![]()
Spannend, dramatisch, temporeich und schockierend: selten wurden Ökobotschaften so gut in eine Handlung eingebettet.
Eco Warriors 2 - Orang-Utan 2
Splitter Verlag, April 2011
Text: Richard Marazano
Zeichnungen: Chris Lamquet
56 Seiten, farbig, Hardcvover
Preis: 13,80 Euro
ISBN: 978-3-86869-237-2
Leseprobe
Abbildungen: © der dt. Ausgabe Splitter Verlag















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Rezensionen




Eines muss man sich hier direkt staunend vor Augen halten: Annas Paradies ist die erste Serie von Daniel Schreiber. Ursprünglich war die Geschichte als Film geplant. Als Schreiber aber neue Ideen kamen, arbeitete er das Drehbuch in ein Comicskript um und realisierte so seine erste Serie. Gänzlich unerfahren ist der Autor im graphischen Bereich nicht, da er schließlich schon seit 15 Jahren als Illustrator arbeitet. Aber in dieser engen Text-/Bildkombination, wie es in einem Comic nun mal der Fall ist, hatte er bislang noch nicht gearbeitet.
Das Cover gibt das Programm vor: oben ein grimmiger, behelmter Kopf und
unten eine Kutsche in wilder Fahrt durch einen Canyon. Dort ein Zwerg
und hier eine Westernkulisse. Beim Lesen entpuppt sich der Band auch
als eine Mischung der zwei Filme Herr der Ringe und Zwei glorreiche Halunken. Aus Herr der Ringe
ist die äußerliche Ahnlehnung des Zwerges an seinen „Kollegen“ Gimli
und der klassische Western von Sergio Leone mit Clint Eastwood wird
nicht nur auf den Handlungsebenen zitiert, sondern auch in den Dialogen.
- 30.03.2010
Steve Cuzor ist wahrlich kein Unbekannter mehr. Vor allem seine Serie O'Boys vermochte zu überzeugen. Entstand die moderne Huckleberry-Finn-Saga 2009, handelt es sich bei Blackjack allerdings um eine frühere Serie, die Cuzor bereits 1999 geschaffen hatte. Hier hat er auch das Storytelling komplett übernommen.
Normalerweise findet man in den Credits eines Comics vor allem den
Autor und den Zeichner. Hier sieht das anders aus, man liest Begriffe
wie Bildsynthese, Visualisierung, Modellierung, Licht oder digitale
Endfassung. Denn Der Engel & der Drache ist ein digitaler Comic. Jedes Bild entstand am Rechner als dreidimensionales Bild. Autor Téhy (Yiu) hat sich dafür mit der Kanadierin Lalie zusammengetan, die hauptberuflich beim Spielehersteller Ubisoft arbeitet.