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von Thomas Kögel Montag, 08. Mai 2006
Vielleicht liegt das ja daran, dass es einfach egal ist. Denn Die zwei Weißen Magier zählt zum Belanglosesten, was ich seit langem gelesen habe. Eine lieblos zusammengestrickte 08/15-Fantasystory um ein junges Geschwisterpaar, dessen Vater ein großer und berühmter Magier ist, und das nun selbst allerlei Abenteuer zu bestehen hat. Der Autor wirft eine Handvoll sattsam bekannter Genrezutaten in den Topf (Magische Edelsteine, Zaubersprüche, gehörnte Dämonen, Portale usw.), vergisst aber die entscheidenen Gewürze, z.B. einen sinnvollen und spannenden Handlungsbogen oder Charaktere, die wenigstens ansatzweise interessant wären. Stattdessen holpert sich der Plot unmotiviert von einem Kampf "Gut gegen Böse" zum nächsten. Für jedes Problem oder Hindernis gibt es - schwupps - eine (meist recht hirnrissige) Lösung, und schon steht das nächste Problem an. Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist ebenso klischee- und schablonenhaft wie die Figuren, die sich in ihr bewegen. Ponce und Brizuela scheinen sich gar nicht recht für sie zu interessieren, ihnen scheint es vor allem darum zu gehen, ihr Personal von einer Gefahr zur anderen zu hetzen.
Recht gelungen sind die Zeichnungen, die sich stilistisch bei Zeichentrickfilm und ein wenig Manga bedienen. Kompetent umgesetzt, ansprechend koloriert, aber ein bisschen seelenlos, ohne markante Eigenheiten.
Die Story (die zwar durchgehend erzählt wird, aber eigentlich aus drei Episoden besteht) hat in etwa das Niveau und die Tiefe einer durchschnittlichen Pokemon-Folge. Deren Zielgruppe könnte vielleicht auch an diesem Fastfood-Comic Gefallen finden. Der Rest sollte von den Weißen Magiern lieber die Finger lassen, es sei denn er findet Gefallen an Apostroph-Stilblüten wie "Nicht's".
Ich kann es verstehen, wenn solch lieblose Geschichten im Rahmen von Franchises entstehen (der Comic zum Spielzeug, zur TV-Serie usw.), wo es oft so viele Vorgaben gibt und so viele Leute mitreden wollen, dass ein halbgares Endprodukt entsteht. Bei einem, wie es scheint, eigenständigen Projekt, wo die Schöpfer ihrer Fantasie freien Lauf lassen könnten (wenn sie denn eine hätten), ist so ein Ergebnis einfach nur eine Riesenenttäuschung.
Die zwei Weißen Magier
Kult Editionen
Andres Ponce und Dario Brizuela
156 Seiten; farbig; 15,- Euro
ISBN: 90-78285-03-6

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Betrachtet man das ziemlich nichtssagende Cover, weiß man zunächst gar
nicht, was einen erwarten mag. Die etwas altertümlich gekleidete junge
Frau deutet auf eine historische Geschichte. Und da eine junge Frau das
Cover beherrscht, liegt der Schluss nahe, dass auch Liebe eine nicht
unerhebliche Rolle spielen wird. Nur was macht die Eule da?
- 02.10.2010
Als Mael in einem Krankenhaus aufwacht, ist er umringt von drei weiteren Jungen. Sie weihen ihn in eine geheime Verschwörung ein: Alle Patienten der Klinik sind von Krabben infiziert, sie wachsen in Bauch, Kopf oder im Bein heran, wuchern oder zirkulieren in der Blutbahn des menschlichen Körpers. Bernardino, einem der Kinder, musste gar ein Fuss amputiert werden, weil sich eine Krabbe festgesetzt hatte.
- 08.10.2010
Der Titel der Fortsetzung „Jenseits vom Wunderland" trifft es ziemlich gut. Denn zum einen spielt die Handlung dieses Bandes in der „realen" Welt und nicht, wie der erste Band, im Wunderland. Und zum anderen werden, verglichen mit dem ersten Band, einige Charaktere mehr, ins Jenseits geschickt. Die Fortsetzung des literarischen Horrorcomics ist ziemlich blutig geraten und dürfte auch manche Splatterfreunde ansprechen. In manchen Szenen liegen die Gedärme in Massen herum.
Es ist jetzt gut 10 Jahre her,
dass Garth Ennis sein Meisterwerk Preacher abschloss.
Konungar ist ein typisches Beispiel dafür, wie ein historisches Gewand benutzt wird, um eine Fantasystory einzukleiden. Bei all dem graphischen Oberflächenglanz und der erzähltechnischen Stuckatur fällt es dann auch zunächst kaum auf, dass die Story kaum etwas zu bieten hat.