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(Vortrag/Diskussion)
von Benjamin Vogt Donnerstag, 05. Mai 2011
Die Straße nach Selma hat schon einige Jahre auf dem Buckel, der Comic von Philippe Vandevelde, Künstlername Tome (Spirou und Fantasio, Soda). und Philippe Berthet wurde sogar schon 1995 von Carlsen unter dem Titel Zufällige Nähe hierzulande veröffentlicht. Damals natürlich im Albenformat und nicht wie jetzt in der Noir-Reihe von Schreiber & Leser als komprimierterer Hardcoverband.
Vom Erzählrhythmus her ist dieser Comic toll. Tome weiß genau, wie er bestimmte Szenen zur Geltung kommen lässt und wann die Bilder für sich sprechen können. Nur ist mir das Ganze zu wenig „noir“. Die Handlung ist schnell an ihrem Ende angelangt und eigentlich weiß man gar nicht so genau, warum man gerade so früh und größtenteils unplausibel einen großen Showdown lesen musste. Von den ruhigen Momenten zuvor hätte es hingegen sicherlich mehr sein dürfen.
Der Einsatz dieser Elemente muss zwar noch nicht zwangsläufig etwas über die Qualität der Erzählung aussagen, aber im Falle von Die Straße nach Selma wird doch deutlich, dass die gesellschaftspolitische Intention des Autors die eigentlich gut ausgearbeiteten Teilstücke des Comics verdrängt. In Sachen Seitenkomposition und grafischer Arrangements kann man den beiden Kreativen, wie bereits zuvor erwähnt, kaum etwas vorwerfen, was unter anderem auch an dem klaren Strich von Zeichner Philippe Berthet liegt. Umso bedauerlicher ist es, dass dieser Aspekt nicht mit einer offeneren Handlung begleitet wurde.
Der Noir-Band wird ergänzt durch Erläuterungen der Künstler und Skizzenmaterial im Anhang.
Wertung: ![]()
Optisch ansprechend, die Handlung kommt hingegen über einige gute Ansätze nicht hinaus
Die Straße nach Selma
Schreiber & Leser noir, Februar 2011
Text: Tome
Zeichnungen: Philippe Berthet
80 Seiten, farbig, Hardcover
Preis: 18,80 Euro
ISBN: 978-3-941239-56-2
Leseprobe
Abbildungen: © der dt. Ausgabe Schreiber & Leser















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Rezensionen




Unter dem Label "Schreiber & Leser Noir" bringt der Münchner Verlag seit kurzer Zeit abgeschlossene Krimi-Comics im Hardcover-Buchformat auf den Markt. Einer davon stammt aus Spanien: Umsonst ist der Tod folgt den klassischen Genre-Traditionen, setzt aber interessante eigene Akzente. Es geht um den Polizisten Frank Witkin, der den Mord an der Ehefrau des Staatsanwalts aufzuklären hat. Jener Staatsanwalt hat eben erst eine große Initiative gegen das organisierte Verbrechen gestartet, so dass man den Täter natürlich in den Reihen der Mafia vermutet.
Was sich in Band 1, „Ruhe vor dem Sturm“, bereits angekündigt hat, wird in den beiden abschließenden Bänden der Jeronimus-Trilogie blutige Gewissheit. Diese spinnen die Verwandlung des titelgebenden Jeronimus Cornelisz weiter, eines Apothekers, der im 17. Jahrhundert als Unterkaufmann auf dem Handelsschiff Batavia anheuert.
- 28.10.2010


Mit Dark Entries legt DC den ersten Band seines
neuen Sub-Imprints Vertigo Crime vor. Die unter dem Crime-Signet
erscheinenden Comics sind kleine Hardcoverbände in Schwarz-Weiß, die
für sich allein stehende Geschichten von unterschiedlichen
Autor-/Zeichnerteams erzählen. Mit Ian Rankin hat man, das muss man
Vertigo zugestehen, direkt einen ziemlich renommierten Krimiautor für
den Start der Reihe gewinnen können. So weit klingt das alles ganz gut.
Und damit: Kommen wir zum 'Aber'.
- 07.11.2009