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von Benjamin Vogt Sonntag, 05. September 2010
Dieser beginnt zugegebenermaßen recht schleppend, entwickelt aber schon bald eine umso überraschendere erzählerische Dynamik. Marc Malès serviert lediglich Bruchstücke der Zusammenhänge, welche man zum vollen Verständnis braucht. Das ist auch der Grund, warum ich beim Lesen eine Zeitlang brauchte, um mich zurechtzufinden bzw. um zu verstehen, worauf der Plot tatsächlich zusteuert. Ist es einem allerdings erst einmal gelungen die ersten Puzzlestücke zusammenzusetzen, macht dieser Comic unheimlich Spaß.
Vieles erfährt man häppchenweise durch Rückblenden, zum Beispiel dass der Kern der Geschichte auf einem Verbrechen basiert, das vor über zwanzig Jahren bereits aufgeklärt wurde. Damals machte Inspektor Jack Barton die von der Presse als „Packard Gang” bezeichnete Bande von Bankräubern zwar dingfest, aber die Geschehnisse lassen ihn bis heute nicht los. Als er in Bezug auf den Fall auf eine Ungereimtheit stößt, beschließt er, den vermeintlichen Kopf der Bande Frank Foster in seinem neuen, gutbürgerlichen Familienleben aufzusuchen.
Zwischen Barton und Foster entbrennt ein von Marc Malès brillant inszeniertes Katz-und-Maus-Spiel, ein psychologischer Krimi. Während Foster nach verbüßter Haftstrafe nur sein Dasein als Musterbürger in Frieden verleben möchte, will sein Kontrahent, der zu allem entschlossene Inspektor, nur eines: die Wahrheit über die damaligen Vorfälle herausfinden.
Ständig von der zynischen Stimme
aus dem Off begleitet, erlebt der Leser den Comic vornehmlich aus der Sicht,
bzw. aus der Gedankenwelt Bartons heraus. Dieser ist genregerecht als
typischer Antiheld dieser Geschichte zu bezeichnen; ein Ermittler, der sich zu
tief in einen alten Fall vergräbt und sich dabei in Zynismus ergeht.
Die erzählerische Konstruktion um die Wahrheitsfindung im Fall Packard Gang, die differenzierte Herausarbeitung der Charaktere und die zugehörige Schwarz-Weiß-Atmosphäre der Bilder haben mich positiv überrascht und tatsächlich beeindruckt. Malès Story ist eine mit Suchtfaktor. Eine, bei der man unbedingt zu Ende blättern will, um die Auflösung endlich lesen zu können.
Einziges Manko: Der Stellenwert des titelgebendes Fluchtautos (Packard ist der Name eines US-amerikanischen Autorherstellers) von Fosters krimineller Bande ist für meine Begriffe deutlich zu hoch angesetzt. Wer wo und wann den Wagen gefahren hat, ist zwar einer von vielen Bestandteilen des Rätsels, aber leider hat sich der Autor im späteren Verlauf zu ein paar kitschigen Szenen in diesem Zusammenhang hinreißen lassen. Dieser Wermutstropfen kann aber nicht über den hervorragenden Gesamteindruck hinwegtäuschen.
Die Packard Gang
Schreiber & Leser, Juni 2010
Text und Zeichnungen: Marc Malès
144 Seiten, s/w, Hardcover, 17,80 Euro
ISBN: 978-3-941239-40-1

Hintersinniges Puzzle im
Noir-Stil, das einige Spannung parat hält















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Betrachtet man das ziemlich nichtssagende Cover, weiß man zunächst gar
nicht, was einen erwarten mag. Die etwas altertümlich gekleidete junge
Frau deutet auf eine historische Geschichte. Und da eine junge Frau das
Cover beherrscht, liegt der Schluss nahe, dass auch Liebe eine nicht
unerhebliche Rolle spielen wird. Nur was macht die Eule da?
- 02.10.2010
In der beschaulichen Gemeinde von Sankt Eustachius halten
sich gleich mehrere Schutzengel auf, zwei von ihnen sind die Freunde Jeliel und
Yesod. Nach dem Selbstmord eines ihrer Schützlinge und der Übernahme des
hiesigen Priesters durch eine dämonische Präsenz, werden die beiden jedoch
zusammen mit dem in dieser Zeit neu geborenen, weiblichen Engel Om nach
Notre-Dame strafversetzt. Dort angekommen, müssen sie an vorderster Front in
den Krieg gegen die dämonischen Armeen eingreifen.
- 07.02.2009
Treffen sich ein Franzose, ein
Brite, ein Amerikaner und ein Deutscher … Was sich anhört wie der Anfang eines
billigen Witzes, ist in knapper Zusammenfassung das Konzept von War and Dreams,
dem neuen Comic vom Kreativteam Maryse und Jean François Charles, die u.a
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Wobei die Handlung sich korrekterweise vielmehr genau darauf bezieht,
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nicht direkt aufeinandertreffen.
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Trotzdem lässt sich Sleeper auch ohne Mühe losgelöst von seiner „Prolog-Story“ genießen.
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- 06.09.2010