JoomCategories for JoomGallery
- Kategorie: 6. Akt: Der letzte Akt
- Kategorie: 5. Akt: Der Akt ohne Namen
- Kategorie: Chili oder Essen, das zweimal brennt
JoomGallery Stats for JoomGallery MVC BETA
- 1287
Rezis nach Kategorien
Aktuelle Rezensionen
Comicgate-Tweets
Comic-Kalender
- Buffy-Zeichner Franco Urru auf Signiertour
17.05.2012 - 25.05.2012
(Signierstunde) - Düsseldorf: DoKomi
26.05.2012 - 27.05.2012
(Messe/Festival) - Berlin: Graphic Novel – ein politischer Resonanzraum
03.06.2012
(Vortrag/Diskussion)
von Benjamin Vogt Freitag, 08. Oktober 2010
Laut Bernardino, dem Initiator der „Bruderschaft der Krabbe”, sind die Beweggründe der „Entkrabber” in der Kinderklinik jedoch nur Fassade. Er vermutet, dass das Personal aus den herausoperierten Stücken eine riesige Monsterkrabbe formen will.
Allein diese Geschichte wäre für eine französische Comicserie bereits mehr als abenteuerlich, doch Mathieu Gallié geht in seinem dreiteiligen Werk noch ein ganzes Stück weiter. Ob tatsächlich eine Verschwörung existiert, ob Krabben in Menschen hausen könnten, das bleibt offen. Womöglich sind es Hirngespinste, die sich aus der Verängstigung der vier Kinder speisen. Noch bevor man darüber ausgiebig nachdenken kann, unterbricht Mathieu Gallié den Plot radikal. Während der Narkose bei einem operativen Eingriff im Krankenhaus werden die Vier in ein scheinbar verlassenes Schloss transferiert. Mit Ballons mit Krabbensymbol, die an ihren Handgelenken befestigt sind, durchforsten sie die unheimliche Szenerie und treffen glatt auf allerhand blutrünstige Horrorgestalten.
Realität oder Einbildung? Oder soll man Die Bruderschaft der Krabbe eher als Allegorie für Kranksein/Alleinsein deuten? Die beiden Hälften dieses Albums passen jedenfalls auf den ersten Blick überhaupt nicht zusammen. Richtig Sinn ergibt nur wenig. Trotzdem ist dieser Comic großartig. Das liegt an zwei einfachen Dingen: Spannung und Atmosphäre. Schon die ersten Seiten konfrontieren den Leser mit einer unglaublichen Geschichte. Erzählt mit den naiven Worten eines Kindes wird das Mysterium nur umso spektakulärer, sollte es tatsächlich der Wahrheit entsprechen. Für die jugendlichen Protagonisten tut es das, nicht umsonst bilden sie als Protestbewegung eine Bruderschaft. Das ist der eigentliche Clou.
Jean-Baptiste Andreae, der auch für das ebenfalls bei Splitter veröffentlichte Werk Die mechanische Welt verantwortlich zeichnete, unterstützt mit seinem feinen Strich und vor allen Dingen mit der seichten Aquarellkolorierung perfekt die dichte Atmosphäre. Allein grafisch wäre dieser Comic bemerkenswert, in Einklang mit der überzeugenden Story ist er schlichtweg großartig. Und das begeisterte mich von der ersten Seite an.
Die kolportierten Schauermärchen erzeugen ein bedrohliches, unheimliches Gefühl. Als die Handlung dann hinüberschwappt in die Horrorwelt (so will ich sie mal nennen, denn es bleibt ungeklärt, wo und was dieser Ort ist), kann man die Spannung förmlich greifen und es überkommt einem beim Lesen der blanke Schauer.
Was man zu Beginn womöglich für eine Entwicklung in Richtung Fantasy hätte halten können, entpuppt sich urplötzlich als immens gruseliger Thriller. Der Augang ist völlig offen, sicher erscheint mir nur, dass man weitere große Überraschungen für die kommenden beiden Bände nicht ausschließen darf.
Die Bruderschaft der Krabbe - Erstes Buch
Splitter, September 2010
Text: Mathieu Gallié
Zeichnungen: Jean-Baptiste Andreae
56 Seiten, farbig, Hardcover; 13,80 Euro
ISBN: 978-3-86869-169-6

Starke französische Serie, zeichnerisch anspruchsvoll und unheimlich spannend geschrieben
Abbildungen © Splitter Verlag















Neue Veranstaltung einsenden

Rezensionen

Betrachtet man das ziemlich nichtssagende Cover, weiß man zunächst gar
nicht, was einen erwarten mag. Die etwas altertümlich gekleidete junge
Frau deutet auf eine historische Geschichte. Und da eine junge Frau das
Cover beherrscht, liegt der Schluss nahe, dass auch Liebe eine nicht
unerhebliche Rolle spielen wird. Nur was macht die Eule da?
- 02.10.2010
Im Jahr 2035 soll die erste bemannte Marsmission starten, allerdings
wird diese kurzerhand um etliche Jahre verschoben. Damit ist der Traum von
Helen Freeman, die als am besten geeignetste Astronautin der NASA gilt, vorbei.
Parallel dazu wird im Indischen Ozean eine abgestürzte Raumkapsel entdeckt,
deren Herkunft und Besatzung für große Aufregung sorgen und die US-Regierung
veranlasst, die Angelegenheit unter höchster Geheimhaltung zu untersuchen.
- 27.07.2008
Dietrich von Bern zählt zu den bekanntesten deutschen Sagenfiguren. Ende der 70er traute sich der damals sehr umtriebige Szenarist Peter Wiechmann an eine der ritterlichen Legende nahen Adaption für den Kauka Verlag. Ursprünglich als Teil der Fix und Foxi Extra-Taschenbücher veröffentlicht, liegt erst jetzt, 30 Jahre später, eine ansprechende Komplettedition vor.
Wie oft kann man ein Genre parodieren, in dessen Fahrwasser man schwimmt, ohne dabei selbst abgeschmackt zu wirken? Die Antwort auf diese Frage gibt die aktuelle Ausgabe von
Konungar ist ein typisches Beispiel dafür, wie ein historisches Gewand benutzt wird, um eine Fantasystory einzukleiden. Bei all dem graphischen Oberflächenglanz und der erzähltechnischen Stuckatur fällt es dann auch zunächst kaum auf, dass die Story kaum etwas zu bieten hat.