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von Thomas Kögel Dienstag, 04. August 2009
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist New York eine Weltstadt im Aufbruch, bevölkert von Immigranten aus aller Welt, von Glückssuchern und Geschäftemachern, unter ihnen auch viele Juden. Ben Katchor, der selbst als "Jude in New York" geboren wurde, pickt sich einige von ihnen heraus und erzählt über sie in kleinen Episoden, die sich zum Ende des Buches hin mehr und mehr verknüpfen. Als Inspiration dienten Katchor historische Quellen wie Plakate, Zeitungsanzeigen, Wurfsendungen oder ein Theaterstück, das auch dem Comic seinen Titel gab. Diese Fundstücke sind auch im Band abgebildet.
Der Jude von New York ist anfangs eine recht anstrengende Lektüre. Viel Text, skizzenhafte Zeichnungen und immer wieder Männer in Frack und Zylinder (überhaupt handelt der Comic zu 99% von Männern). Erzählt wird nicht geradlinig, sondern auf verschachtelte Weise mit vielen Rückblenden. Es dauert ein wenig, bis man sich auf die Stimmung und die Erzählweise des Comics eingelassen hat und man Zugang zu Katchors Figuren gefunden hat. Dann aber sind einem die kauzigen Vögel sympathisch und man beginnt sich für deren Schicksale zu interessieren.
In den USA kam Der Jude von New York schon 1998 heraus, nachdem die Geschichte zuvor als Fortsetzungscomic im jüdischen Magazin The Forward erschienen war. Der Avant-Verlag bringt nun eine sehr sorgfältig übersetzte deutschsprachige Ausgabe. Ein großer Bestseller wird sie wohl nicht werden, dazu ist die Thematik zu abwegig und die Erzählweise zu sperrig. Wer sich aber darauf einlässt, bekommt ein vielschichtiges, sehr lebendiges und nicht zuletzt humorvolles Zeitportrait zu lesen, bei dem auch eine mehrfache Lektüre lohnt.
Der Jude von New York
Avant-Verlag, Mai 2009
Text und Zeichnungen: Ben Katchor
Softcover mit Klappenbroschur; 100 Seiten; schwarz-weiß; 19,95 Euro
ISBN: 978-3-939080-33-6

Abbildungen: © Avant-Verlag
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Im Jahr 1966 kündigt der junge
Künstler Hamaguchi seinen Job in einer Textilfabrik, zieht nach Tokio und und
wird einer der Assistenten des renommierten Mangakas Kondo. Doch auch im
Atelier des Sensei ist die Arbeit für einen Mangaverlag nicht unbedingt der
große Traum, wie Hamaguchi bald feststellen muss. Als Teil eines Teams darf er
lediglich tuschen, Hintergründe zeichnen oder Speedlines hinzufügen. Hinzu
kommt der Zeitdruck, wenn Deadlines eingehalten werden müssen.
- 13.07.2010
Da Pinocchio bereits 2009 in Angoulême als „Bestes Album“ gewählt und 2010 in Erlangen mit dem Max-und-Moritz-Preis als „Bester internationaler Comic“ ausgezeichnet wurde, bedarf der Comic darüber hinaus nicht wirklich mehr des Lobs. Was man jedoch tun kann: Man kann versuchen, die Stärken des Werks etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Bei näherer Betrachtung fällt auf, das Winshluss sich mit Pinocchio sowohl erzählerisch als auch grafisch allen definitiven Aussagen entzieht und so neue Maßstäbe für den modernen Comic setzt.
- 22.06.2010
Unter dem deutschen Titel Am Rande des Himmels erschien dieses Werk schon einmal, 1996 beim Carlsen Verlag. 15 Jahre später hat sich die Comiclandschaft stark verändert – ein Comic, der teilweise autobiografisch auf über 200 Seiten von Rassismus und Homosexualität, Politik und Gesellschaft erzählt, muss längst nicht mehr als exotische Besonderheit gelten, sondern passt formal und inhaltlich hervorragend in die mittlerweile etablierte Marktnische der "Graphic Novels". Grund genug für den Verlag Cross Cult, eine Neuauflage des vergriffenen Comics zu machen, diesmal unter dem englischen Originaltitel.
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nun erstmals ein Comic von Vivès auf Deutsch. Sehr viel
Übersetzungsarbeit musste der Verlag hier nicht investieren, denn mit
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- 09.09.2010
In Hemingway führt Jason mit viel Humor durch ein recht pragmatisches Paris der Zwanziger Jahre. Der Comic bleibt trotz der fabulierten Geschichte und gerade wegen der kauzigen Charaktere bis zum Ende spannend.