JoomCategories for JoomGallery
- Kategorie: 6. Akt: Der letzte Akt
- Kategorie: 5. Akt: Der Akt ohne Namen
- Kategorie: Chili oder Essen, das zweimal brennt
JoomGallery Stats for JoomGallery MVC BETA
- 1287
Aktuelle Rezensionen
Comicgate-Tweets
Comic-Kalender
- Buffy-Zeichner Franco Urru auf Signiertour
17.05.2012 - 25.05.2012
(Signierstunde) - Düsseldorf: DoKomi
26.05.2012 - 27.05.2012
(Messe/Festival) - Berlin: Graphic Novel – ein politischer Resonanzraum
03.06.2012
(Vortrag/Diskussion)
von Benjamin Vogt Freitag, 23. Oktober 2009
Es erscheint aber folgerichtig von Giffen, wenn nicht gar unabdingbar, dass er derart viele Superwesen zweier Parteien nicht in einer Welt aufeinandertreffen lassen kann, ohne beim Leser Verwirrung zu hinterlassen. Denn wie könnte man sich sonst erklären, dass auf einer Erde zum Beispiel die JLA und die Authority bislang aneinander vorbei operierten oder dass Stormwatch nie auf die Teen Titans traf usw. Die Liste ließe sich natürlich endlos fortsetzen. Kurzum benötigte es für dieses Crossover einen Ansatz, der die Souveränität und Kontinuität beider Universen beibehält, ohne unglaubwürdig zu wirken. Ob Giffen das gelungen ist? Da kann man sicher geteilter Meinung sein.
Der Auslöser des Dreamwar ist ein trotziges Kind, das die Kraft besitzt, Realitäten beliebig zu verändern. Dadurch verschlägt es die DC-Helden in die Welt von Wildstorm und erregen natürlich schnell die Aufmerksamkeit der ansässigen Superwesen. Dazu kommt, dass Batman, Superman und Co., offensichtlich gedankenmanipuliert, sehr aggressiv die sofortige Konfrontation suchen. Das führt vor allem zu eins: ein globaler Kampf unter Helden. Und der wird auch vorrangig zelebriert, wodurch leider oft die eigentliche Handlung in den Hintergrund rückt. Da gibt es auch wenig Platz für den bissigen Humor, den man sonst von Giffen kennt. Nur an manchen Stellen, etwa wenn der Joker den Midnighter als "Batman light" bezeichnet oder wenn Superman als moralverblendetes Weichei dargestellt wird, kann das tatsächliche Potenzial durchblitzen.
Ansonsten verbleibt mit Sicherheit kein schlechter Eindruck. Dreamwar ist eine runde Sache geworden, bei der es zwischendrin immer mal wieder kleine Highlights zu entdecken gibt. Und vor allem gibt es hier eine rar gewordene Gelegenheit, bekannte Wildstorm-Helden wie Gen13, Wildc.a.t.s. oder Authority wiederzusehen, deren regulären Reihen ja hierzulande selten bis gar nicht zu verfolgen sind.
Auch Lee Garbetts Zeichnungen könnten für den ein oder anderen ein Kaufanreiz sein. Er schafft es, bei den zahlreichen Schauplätzen den Überblick zu behalten und die diversen Helden und Umgebungen recht detailreich umzusetzen. Sein Stil erinnert stark an Travis Charest, was sicherlich nicht das schlechteste Kompliment ist. Eigentlich nur schade, dass man für die deutsche Ausgabe das für meine Begriffe mit Abstand schlechteste US-Cover als Titelbild verwendet hat. Da sind die anderen, im hinteren Teil abgedruckten Cover doch um Klassen besser und einfallsreicher.
DC Premium 63: DC/Wildstorm –
Dreamwar
Panini, September 2009
Text: Keith Giffen
Zeichnungen: Lee Garbett
148 Seiten, farbig; 16,95 Euro (SC), 25,00 Euro (HC)















Neue Veranstaltung einsenden



Mark Millar legt in Wanted einen wirklich netten Start hin. Zugegeben, da schwingt ein große Prise Fight Club mit, wenn Wesley Gibson uns seine erbärmliche White-Collar-Existenz mit all den Schwierigkeiten und Problemen des täglichen Lebens vorstellt, ehe er in die Welt der Superschurkerei eingeführt wird und sein altes Dasein hinter sich lassen kann. Aber das ist ja nichts Schlimmes, immerhin war Fight Club ein ziemlich guter Film und ein ebenso gutes Buch. Das Problem ist nur, da wo Chuck Palahniuk in Fight Club konstant interessante Ideen mit Gesellschaftskritik und Charakterkonflikten verband, da fällt Millar schnell auf eine altbekannte Geschichte und viel pubertäres Machogehabe zurück.
Für diese Miniserie hat Marvel-Chefredakteur Joe Quesada selbst zu
Stift und Papier gegriffen und die Story sowohl geschrieben als auch
gezeichnet. Offenbar hat er dabei den Zeitaufwand gewaltig
unterschätzt, denn die Erscheinungsweise der Einzelhefte in den USA war
katastrophal: zweieinhalb Jahre lagen zwischen dem ersten und dem
sechsten Heft, was man wahlweise peinlich, lustig oder unprofessionell
finden kann.
- 08.03.2007
Du bist ein Comicmacher, aber nicht irgendeiner. Vor fünfzehn Jahren hast du einen der vielleicht beiden wichtigsten Superheldencomics aller Zeiten geschrieben und gezeichnet. Einen Comic, der analysiert wurde, interpretiert wurde, der eine ganze Generation an Comicmachern beeinflusst hat, der die Art, wie wir Superheldencomics lesen, leben, denken, verändert hat. Du hast Comicgeschichte geschrieben.
Viel macht das Cover nicht her. Unter dem Titel der Batman: Schwarz-Weiß Collection,
die diese Tage bei Panini erschienen ist, steht Gothams
Crime-Fighter-Nummer 1 einfach nur da. Er blickt ruhig und ernst. Die
in diesem Band versammelten Kurzgeschichten sind aber alles andere als
das. Das wilde Spiel ohne Farbe hat begonnen. Der Dunkle Ritter wandelt
auf ungewohnten Wegen.
- 01.03.2008
Die genretypische Verfolgungsjagd zu Beginn des Bandes signalisiert gleich die Veränderung: Das Batmobil, das den flüchtigen Gangstern im Nacken sitzt, hat nicht nur ein schnittiges Neu-Design, sondern fliegt – und im Inneren weist ein grimmiger Robin einen auffallend gesprächigen und relaxten Batman zurecht. Klar, haben wir es hier doch nicht mehr mit der langjährig gewohnten Besetzung zu tun, denn schließlich hieß es im Zuge des Mega- und Meta-Crossovers "Final Crisis" dank Steinfratze Darkseid 'Bye-Bye, Bruce Wayne' und somit ist eine neue Fledermaus in der Stadt: Ur-Robin und nun Ex-Nightwing Dick Grayson stülpte sich in Folge die Spitzohrmaske übers Haupt. Ihm zur Seite als mittlerweile fünfter Robin der Sohn seines verblichenen Mentors und Thalia al Ghul: Damian Wayne. Und den als schwierigen Fall zu bezeichnen ist so ziemlich untertrieben.