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(Vortrag/Diskussion)
von Jons Marek Schiemann Dienstag, 30. März 2010
Dass die Halbelfe Laam den Oger Frozen, den letzten seiner Art, in Dörfern verkauft, damit die Bewohner ihn dort für magische Rituale töten können, findet im Western seine Übereinstimmung. Dort wird Eli Wallach von Kopfgeldjäger Clint Eastwood gegen Bezahlung an den Sheriff ausgeliefert und wieder befreit, worauf sich beide das Geld teilen. Ebenso wird es im Comic gehandhabt. Auch die Kleidung der Halbelfe erinnert an einen Western (und an den Comic Dead Hunter).
Wem diese Mischung etwas krude vorkommt, sei beruhigt: es funktioniert. Großen Anteil daran hat die Verbindung von Gewalt und (schwarzem) Humor, wie sie ähnlich auch in Lanfeust von Troy zu finden ist. Aus dieser Anlehnung wird kein Hehl gemacht: Wer genau hinschaut, kann in einem Panel sogar Lanfeust entdecken und wenig später auch dessen Freundin Cixi.
Vor allem die liebevollen Details erinnern nicht nur an den Autor Arleston, sondern lassen auch manche Ungelenkheiten der Zeichnungen vergessen. Die Füße mancher Protagonisten sind etwas klobig geraten. Aber die Details, wie zum Beispiel die herunterhängenden Hutkrempen, die Vogelscheiße auffangen, sind klasse und machen das Lesen des Bandes zu einem Genuss. Allein der glücklich vollgefressene Gesichtsausdruck einer Katze ziemlich zu Beginn ist hinreißend. Ungewöhnlich auch, dass (zumindest in diesem Band) ausgerechnet die Frau die „Schurkin“ ist. Was aber kein Nachteil ist, denn durch die Verwendung von Klischees zweier Genres, eben Fantasy und Western, werden ebendiese Klischees ausgehebelt.
Das Reich Sienn 1 - Yarligs Erbe
Splitter Verlag, Februar 2010
Text: Jean-Luc Istin/ Nicolas Pona
Zeichnungen: Francois Gomes
Hardcover, 56 Seiten, farbig; 13,80 Euro
ISBN: 978-3-86869-094-1

Eine funktionierende Vermischung von Fantasy und Western. Fans von Lanfeust von Troy sollten zugreifen.
Abbildungen © Splitter Verlag















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Betrachtet man das ziemlich nichtssagende Cover, weiß man zunächst gar
nicht, was einen erwarten mag. Die etwas altertümlich gekleidete junge
Frau deutet auf eine historische Geschichte. Und da eine junge Frau das
Cover beherrscht, liegt der Schluss nahe, dass auch Liebe eine nicht
unerhebliche Rolle spielen wird. Nur was macht die Eule da?
- 02.10.2010
Wir befinden uns irgendwann in den 1920ern in Paris. Nach dem Mord an ihrer Schwester Agathe hat sich die junge Blanche mit dem Pariser Nachtleben eingelassen, um den Fall aufzuklären. In zwei Bänden entbrennt ein erotischer Krimi, der mit
Spirou und Fantasio gehören, neben Tim und Struppi, Asterix und Lucky Luke
zu den ganz großen Klassikern des frankobelgischen Comics. Seit gut 70
Jahren erscheinen Geschichten mit dem kleinen Hotelpagen im
gleichnamigen Magazin und als Comicalbum. Neben der Hauptserie gibt es
seit 2006 eine Parallel-Reihe, die in Frankreich Une Aventure de Spirou et Fantasio par...
heißt. Namhafte Zeichner und Autoren können dort ihre ganz eigene
Vision von Spirou umsetzen, abseits von den Zwängen der Hauptserie.
- 13.05.2009
Den meisten Lesern dürfte Prometheus, der Titan, der den Menschen laut Sage das Feuer brachte und deswegen von Zeus bestraft wurde, ein Begriff sein. Weshalb Christophe Bec seine dreiteilige Serie nach diesem benannt hat, bleibt nach dem ersten Band noch unklar. Lediglich die Legende von Prometheus wird auf wenigen Seiten thematisiert, lässt dabei aber jeden Bezug zur eigentlichen Handlung vermissen.