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von Thomas Kögel Dienstag, 27. Dezember 2005
"The Last Train" hat viele Elemente von klassischen Westerngeschichten: Pferde, Schießeisen, Saloons und Sheriffs, auch ein Tumbleweed darf mal durchs Bild kullern. Das ganze wird allerdings dadurch gebrochen und ergänzt, dass es in dieser Westernwelt auch Roboter gibt. Diese ähneln den Blechbüchsenjungs aus "Futurama" und üben verschiedene Jobs aus, vom Kartenausteiler im Saloon über Lokomotivführer bis hin zur Killermaschine.
Seiner japanischen Herkunft zum Trotz hat Kibuishis Zeichenstil wenig mit Manga zu tun. Vielmehr erinnern seine Zeichnungen, die am Computer mit Graustufen veredelt wurden, immer wieder an Film-Storyboards. Das liegt auch an seiner sehr filmischen Erzählweise. Es gibt viele Sequenzen, die ohne Text auskommen und nur die Bilder sprechen lassen. Dass dabei klassische Spaghettiwestern, die dieses Stilmittel auch sehr oft verwenden, ausgiebig zitiert werden, ist Ehrensache.
Der erst 28-jährige Kazu Kibusihi hat mit "Daisy Kutter" eine schwungvolle, witzige und actionreiche Westernstory zu Papier gebracht, die besonders durch ihre visuelle Gestaltung glänzt. Ein Talent, von dem noch einiges zu erwarten ist. Kibuishi ist übrigens auch Herausgeber der hochinteressanten Anthologiereihe "Flight", die bei Image erscheint.
Daisy Kutter: The Last Train
Viper Comics
Text und Zeichnungen: Kazu Kibuishi
192 Seiten; s/w; 10,95 US-$
ISBN: 0-9754193-2-3

Bildquelle: www.boltcity.com
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Braucht man wirklich eine neue Westernserie? Nicht nur im Film, sondern auch im Comicbereich ist das Genre schließlich eines der beliebtesten und auch eines der ältesten. Schon der erste ernst zu nehmende Spielfilm (wenn man eine Dramaturgie voraussetzt), The Great Train Robbery, war schließlich ein Western. Da muss man in einer neuen Serie eigentlich schon einen ganz neuen Tonfall finden, um sich an die Spitze des Trecks setzen zu können. Die neue Serie Ronson Inc. bemüht sich auf eigenwillige Art und Weise um eben diesen Tonfall.
Der Western ist im frankobelgischen Raum tief verwurzelt. Setzen die
Amerikaner ihre ureigene Geschichte erstaunlich selten in Comics um,
machen es ihre Kollegen in Frankreich und Belgien umso öfter. Und mit
Erfolg. Wenn sich auf der einen Seite John Wayne als Übervater
präsentiert, ist das Äquivalent zu ihm Leutnant Blueberry (auch wenn er
Jean-Paul Belmondo nachempfunden ist). Sucht Clint Eastwood seinen
Gegenpart, so ist das der Bouncer (mal abgesehen von Yves Swolfs'
Protagonist "Durango" aus der gleichnamigen Comicserie, der nicht nur
äußerlich an Eastwood erinnert, sondern auch dessen Italowesternzeit
repräsentiert). Äußerliche Ähnlichkeiten sind zwar nicht vorhanden,
aber beide schießen dem Gegner auch in den Rücken.
- 11.03.2010
Die Erfinder des glorreichen Comics
Die Suche nach den machtverleihenden Knochen des toten Zauberers Yarlig
geht weiter. Konsequent wird dabei die Mischung aus den Filmen Der Herr der Ringe und vor allem Zwei glorreiche Halunken
fortgesetzt. Diesmal liegt der Schwerpunkt eindeutig auf dem
klassischen Italowestern. Ganze Szenen und Dialogsequenzen werden eins
zu eins übernommen.
Die neue Vertigo-Reihe American Vampire machte schon im Vorfeld von sich reden, weil niemand geringeres als Stephen King Texte zu der Serie beisteuerte. Nun liegt also der erste Band auf Deutsch vor und man kann sich endlich ein eigenes Bild machen.