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(Vortrag/Diskussion)
von Marco Behringer Dienstag, 01. Februar 2011
Gute Krimis liefern in den besten Fällen gleich Milieustudien der Gegenwart in unterhaltsamer Form mit. Die TV-Serie Tatort ist ein Paradebeispiel dafür, wie man knifflige Fälle mit Sozialkritik kombiniert. Auch im Comicbereich gibt es Beispiele für gehobene Thriller. Caroline Baldwin ist ein solches. Die franko-belgische Serie um eine indianische Detektivin erscheint seit elf Ausgaben bei comicplus+.
Caroline Baldwin ist Detektivin. Eine ausgezeichnete Detektivin, die nur leider Job und Privatleben nicht trennen kann. Der aktuelle Band „Grenzgänger“ zeigt, wie Caro und Gary soeben ihr neues Zuhause eingeweiht haben, als Gary von seinem Brotgeber, dem FBI, zur Pflicht gerufen wird. Fast unmittelbar darauf steht unverhofft und völlig überraschend Caros Cousine Rachel vor der Tür. Sie vermisst nun schon länger ihren 15-jährigen Sohn Jeremy, der in militant-revolutionäre Kreise zu schlittern droht. Die kanadischen Indianer planen den großen Indianer-Aufstand, die sogenannte OKA-Krise, von 1990 zu wiederholen. Und dann nervt auch noch Nohad Yared, die ihren verschollen Vater auf Biegen und Brechen wiederfinden will.
Caroline Baldwin ist ein geradliniger, schnörkelloser Thriller mit interessanten Inhalten. Der Belgier André Taymans ist hierzulande nur durch die comicplus+-Serie ein Begriff. Für Glénat zeichnet André Taymans seit 1999 den Krimi Les filles d'Aphrodite nach einem Szenario von C. Jamar. In Brüssel veröffentlichte er schon 1990 bei Lefrancq sein Debüt Les compagnons de la peur. Er arbeitete auch schon für diverse namhafte Verlage wie Dupuis (Munro) und Alpen (Sam Griffith).
In „Grenzgänger“ veranschaulicht der belgische Autor auf raffinierte Weise soziale und kulturelle Probleme der kanadischen Indianer. Die Orientierungslosigkeit der Jugendlichen mündet hier beispielhaft in einer terroristischen Gruppierung. Caroline verkörpert dabei die perfekte Detektivin, die in einer Mischung aus Engagement, Neugier und Hartnäckigkeit den Rätseln auf den Grund geht.
Die Zeichnungen sind grundsolide, aber nicht das, was man als filigran bezeichnet. Auch die flächige Kolorierung ist gelungen, aber nicht meisterhaft. Dennoch gelingt Taymans ein stimmungsvolles Artwork, was in erster Linie an den Film-mäßigen Einstellungen liegt. Darin liegt die große Stärke der Serie, die in diesem Punkt mit dem Kino mithalten kann. Immer wieder wechseln die Ansichten und Perspektiven, was für viel Abwechslung und Dynamik sorgt.
Auch ohne Vorwissen aus den ersten zehn Bänden konnte ich „Grenzgänger“ problemlos lesen. Ein Einstieg ist also auch jetzt noch möglich, wenn man nicht gleich die gesamte Serie kaufen will. Jedoch handelt es sich bei „Grenzgänger“ um keine abgeschlossene Geschichte, denn das Ende bleibt offen. So bleibt Caroline Baldwin auch weiterhin spannend und Band zwölf „Der König des Nordens“ steht seit wenigen Tagen ebenfalls in den Comicläden.
Wertung: ![]()
Solide Zeichnungen und interessante Story: für Genre-Liebhaber und die, die es werden wollen
Caroline Baldwin 11 - Grenzgänger
comicplus+, Februar 2010
Text und Zeichnungen: André Taymans
48 Seiten, farbig, Softcover
Preis: 13 Euro
ISBN: 978-3894741983
Abbildungen: © der dt. Ausgabe: comicplus+















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Rezensionen




Der Titel „Julia & Roem“ klingt nicht von ungefähr wie eine Anlehnung an Shakespeares Romeo & Julia. Denn eben jene tragische Geschichte von einer nicht gebilligten Liebschaft ist die Grundlage des neuesten Albums des französischen Künstlers Enki Bilal.
Was sich in Band 1, „Ruhe vor dem Sturm“, bereits angekündigt hat, wird in den beiden abschließenden Bänden der Jeronimus-Trilogie blutige Gewissheit. Diese spinnen die Verwandlung des titelgebenden Jeronimus Cornelisz weiter, eines Apothekers, der im 17. Jahrhundert als Unterkaufmann auf dem Handelsschiff Batavia anheuert.
- 28.10.2010
Die ersten beiden Alben der französichen Serie Violetta
erschienen 2003 beim Carlsen Verlag, danach war erstmal Schluss, obwohl
im Original inzwischen fünf Bände vorliegen. Ein Fall für den Finix
Comic Club, der genau zu diesem Zweck gegründet wurde: Comicreihen, die
in Deutschland nicht fortgeführt wurden, abzuschließen. Neben einigen
ernsthafteren und "erwachseneren" Stoffen, die Finix veröffentlicht,
ist Violetta im Funny-Stil gehalten und richtet sich (auch) an jüngere Leser.
Seit einiger Zeit produziert Marvel Comics diverse Miniserien, in denen
die bekanntesten Figuren des Verlags, wie Spider-Man oder Wolverine,
in ein alternatives Setting versetzt werden. Hier sind sie keine
Superhelden oder Mutanten, sondern Charaktere in Noir-Krimis, die die
klassischen Zutaten der schwarzen Serie enthalten: düstere, dreckige
Städte, gebrochene Helden, undurchschaubare Frauen und Verbrecher, die
dem Gesetz immer einen Schritt voraus zu sein scheinen.
- 23.09.2010
Die fantasiereiche Welt von Dyfed steht vor einer
unheimlichen Bedrohung: Fedath, der Herr der Finsternis, stürzt mit einer enorm
großen Armee von Orks und anderen bösen Gestalten die Länder in den Krieg.
Verbündete Menschen, Elfen und Zwerge stellen sich dem übermächtigen Gegner in
den Weg und verteidigen ihre Gebiete in großen Schlachten. An ihrer Seite
kämpft auch Bran, ein weiser Magier, der