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von Benjamin Vogt Montag, 31. Mai 2010
Ein weiser alter Kurator und Antiquitätenhändler klärt uns schließlich alle auf: Insgesamt gibt es dreizehn Artefakte, die „das Schicksal der Menschheit entscheiden“. Zwei davon sind der Froststein und das Feueramulett, um die sich Broken Trinity dann auch vornehmlich dreht. Alles in allem ist die Grundidee der Autoren hier sicher nicht völlig verkehrt, erweitern sie doch den mystischen Bereich des Top-Cow-Universums erfolgreich um zwei weitere Bausteine und schütteln damit das bestehende Machtgefüge, die Trinität, einmal gehörig durch.
Überraschend gut geglückt ist das Zusammenspiel zwischen der dreiteiligen Hauptserie und den drei Oneshots zu Broken Trinity, die der Witchblade, der Darkness und der Angelus gewidmet sind. Gerade diese Oneshots konzentrieren sich auf die menschliche Seite, respektive auf das Privatleben der Träger, Mafiaboss Jackie Estacado, Polizistin Sara Pezzini und Kellnerin Celestine. Trotzdem fügen sich sich gut in die eigentliche Handlung des Events ein und verleihen der actionlastigen Story dankenswerterweise etwas mehr Tiefe. Auch nett: Zwei unabhängige Epiloge, in denen kurze Ausblicke auf die Zukunft der neuen Träger von Froststein und Feueramulett gewährt wird. Diesen für mich persönlich versöhnlichen Abschluss hat der deutsche Band, der das komplette Event inklusive aller Tie-Ins enthält, aber nach dem vermurksten Beginn auch bitter nötig: Diesen bestreitet eine mutige Journalistin, die den Leser auf ermüdende Weise an ihrer Recherche zum Thema „Übersinnliche Erscheinungen“ teilhaben lässt. Was auch als nichts anderes gedacht ist als eine knappe Rekapitulation vergangener Ereignisse, nochmal in versteckter Form vorgekaut.
Was bleibt also festzuhalten vom vermeintlich markerschütternden
Crossover Broken Trinity? Viele Kampfsequenzen, nunmehr fünf statt drei
Artefakte und eine breite Palette an verschiedenen Zeichenstilen, die in einem
Band versammelt einen ziemlich krassen Kontrast bilden. Von glatt poliertem
Realismus über vergleichsweise fast cartoonige Optik bis hin zur dreckig-rauen Gangsterstory
hält Broken Trinity zeichnerisch für jeden etwas parat.
Inhaltlich wird erstmal viel Lärm um eigentlich recht wenig gemacht, die Handlung oft etwas unbeholfen aufgebläht und zerstückelt. Dafür muss man aber wirklich sagen, dass das Event sich trotz vieler beteiligter kreativer Köpfe, auf einem ordentlichen Niveau bewegt und sich vor allen Dingen recht konsistent zeigt. Neueinsteigern dürfte das wenig bringen, Fans von Witchblade, Darkness und Co. dürften jedoch Gefallen finden.
Broken Trinity
Panini, Januar 2010
Text: Ron Marz,
Phil Hester, Brian Edward Hill
Zeichnungen: Stjepan Sejic, Phil Hester, Jorge Lucas, Brian Stelfreeze, Nelson Blake II, Dave McCaig, Tyler Kirkham
180 Seiten, farbig, Softcover, 16,95 Euro
Wie bei einem Großereignis üblich gibt es Licht und Schatten, insgesamt weiß der Comic aber durchaus zu unterhalten.















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Vom Nebendarsteller zur Hauptfigur: John Constantine gehört seit langer Zeit zum festen Repertoire der US-Comic-Welt. Der Straßenmagier im Trenchcoat und seine Serie Hellblazer stehen für erwachsenen Horror und gute Qualität. Im September ist der zweite Band "Der Rote Tod" bei Panini erschienen.
Wenn sich im Weltall zwei Superhelden, der eine ohne Beine und der andere ohne Schädeldecke, über die Gesangskünste des ersteren unterhalten, dann befindet man sich mit großer Sicherheit im Marvel-Universum. Dann muss man schon ein echter Marvel-Zombie sein, ein bekennender Fan des Hauses der Ideen, um den entsprechenden Comic nicht aus der Hand zu legen. Doch wenn man mit diesen Helden genauso vertraut ist, wie Autor Robert Kirkman (The Walking Dead), dann wird man sich nicht nur über den Sammelband Marvel Zombies Collection freuen, sondern den parodistischen Zombies sein Herz schenken, und dazu seine Gedärme, sein Hirn und seine abgetrennten Gliedmaßen.
- 09.02.2010
Conan der Barbar ist eine Legende. Und er geht wieder in
Serie. Seit kurzer Zeit verstricken Kurt Busiek und Cary Nord den wilden
Cimmerier in neue Abenteuer. Nach dem fabelhaften ersten Band kommt nun die
Fortsetzung: "Der Gott in der Kugel". Was Autor und Zeichner angefangen haben,
entwickeln sie konsequent weiter. Zwar kein Höhenflug, dafür aber ein
wasserdichtes Fantasy-Spektakel. Dämonen und Gemetzel inklusive, denn schließlich
ist es Conan.
- 09.12.2006
Panini hat sich Comicadaptionen aus der Rollenspielwelt angenommen und präsentiert mit der Vergessene Reiche-Saga um Drizzt, den etwas anderen Dunkelelf, nach Dragonlance 1: Die Legende von Huma bereits den zweiten Comic aus der Welt von Dungeons & Dragons (kurz D&D).
- 21.05.2006
In den letzten Jahren gab es eigentlich nur einen Comic, der das Leben wirklich gerockt hat. Mit Scott Pilgrim fusioniert Bryan Lee O'Malley Manga mit westlicher Populärkultur, ohne dabei die Form des japanischen Comics zu leugnen noch die Freude an Rockmusik und Videospielen unter den Tisch fallen zu lassen. Pünktlich zum Filmstart im Herbst ist der ungewöhnliche Manga nun auch auf dem deutschen Comicmarkt erschienen.