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(Vortrag/Diskussion)
von Jons Marek Schiemann Freitag, 09. Juli 2010
Mit hartem, realistischem Strich, der die traumhafte Landschaft schön einzufangen weiß, wird die Geschichte des Akadiers Constant erzählt, der in die Tochter eines englischen Offiziers verliebt ist und mit ihr ein Kind zeugt. In die französische Armee gepresst, wird er Späher und muss sich in den dichten Wäldern Amerikas mit feindlichen Stämmen herumschlagen. Der etwas mystisch angehauchte Prolog lässt einen etwas ratlos zurück, wird aber wohl in den Folgebänden aufgegriffen. Wenngleich die Story noch recht überschaubar ist, lässt die zweite Hälfte des Bandes genug Raum für weitere Verwicklungen. Man kann gespannt sein.
Auch die Settings sind sehr genau ausgeführt, so dass man sich in die Zeit und das Milieu hineinversetzt fühlt. Der Gegensatz zwischen der Zivilisation, sprich Stadt, und der freien Natur ist sehr gut dargestellt: Flächige Zeichnungen während der Szenen in der Stadt kontrastieren mit realistischen Abbildern der Natur, in denen einzelne Blätter und Gräser identifizierbar sind. Sehr irdene Farben, gelb, braun, grün, tauchen die Story in ein passendes Handlungsambiente.
Und der Konflikt zwischen Natur und Zivilisation wird gegen Ende noch einmal verstärkt: Die verschanzten Soldaten sind umringt von einem dunklen Wald (hier vor allem mustergültig auf Seite 39 und 40), in dem die feindlichen Indianer sich versteckt halten und einen Soldaten nach dem anderen töten und verstümmeln. Eine richtig gut gelungene Gegenüberstellung von zwei entgegengesetzten Kräften, die nicht nur in der Handlung, sondern auch in der graphischen Handhabung zu überzeugen weiß.
Bravesland 1 - Constant
Splitter Verlag, Mai 2010
Text: Fabrice David, Gregory Lassabliere
Zeichnungen: Federico Carlo Ferniani;
Hardcover, 48 Seiten, farbig; 13,80 Euro
ISBN: 978-3-86869-129-0

Ein spannendes, streckenweise brutales Album mit sehr detaillierten stimmungsvollen Zeichnungen, das Lust auf mehr macht.
Abbildungen © Splitter Verlag
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- 06.09.2010
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