JoomCategories for JoomGallery
- Kategorie: 6. Akt: Der letzte Akt
- Kategorie: 5. Akt: Der Akt ohne Namen
- Kategorie: Chili oder Essen, das zweimal brennt
JoomGallery Stats for JoomGallery MVC BETA
- 1287
Aktuelle Rezensionen
Comicgate-Tweets
Comic-Kalender
- Buffy-Zeichner Franco Urru auf Signiertour
17.05.2012 - 25.05.2012
(Signierstunde) - Düsseldorf: DoKomi
26.05.2012 - 27.05.2012
(Messe/Festival) - Berlin: Graphic Novel – ein politischer Resonanzraum
03.06.2012
(Vortrag/Diskussion)
von Thomas Kögel Donnerstag, 06. April 2006
"Seminarkabarett-Comic" steht auf dem Umschlag. Drei Begriffe, die auf den ersten Blick unvereinbar scheinen. Dass "Seminar" und "Kabarett" zusammengehen können, beweist der Steyrer Bernhard Ludwig seit 1992 auf diversen Bühnen. Der gelernte Psychologe machte aus einem sexualtherapeutischen Seminar ein erfolgreiches Kabarettprogramm, das inzwischen auch als Kinofilm gezeigt wird. Der besondere Kniff bei jeder Vorführung: Das Publikum wird nach Geschlechtern getrennt, auch soll man möglichst nicht neben Freunden und Bekannten sitzen. Denn die Zuhörer sollen mit Summgeräuschen auf Ludwigs Fragen antworten und so unbefangen wie möglich sein. Der gleichermaßen komische wie erhellende Effekt dieser Publikumsbefragungen fällt natürlich bei einer Comicadaption flach. Kann der Transfer ins Medium Comic trotzdem gelingen?Das Experiment ist also geglückt, die Mischung aus Humor, Wissenschaft und Comic macht Spaß. Und wer behauptet, dass das Thema uninteressant sei, ist sowieso ein Lügner.
Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit
Ueberreuter
von Bernhard Ludwig, Comicadaption von Günther Payr
Zeichnungen: Tim Jost
80 Seiten, s/w, Hardcover; 14,95 Euro
ISBN: 3800071576
Auch auf englisch erschienen (A Guide to Sexual Misery)
ISBN: 3800071797

Trackback(0)
Kommentare (0)

Kommentar schreiben














Neue Veranstaltung einsenden



In dem neuesten Band von Jan-Michael Richter (kurz Jamiri), Arsenicum Album, behandelt der Zeichner in ganzseitigen Cartoons die Tücken des Alltags, der Technik und das Leben in der Großstadt. Die meisten Cartoons gewinnen ihren Witz normalerweise durch graphische
Aussparungen: der Dialog oder die Situation wird zumeist erst in der
detaillierteren Zeichnung des letzten Panels aufgelöst und liefert so
die Pointe. Dieses Prinzip ist vor allem in den Cartoonserien zu
finden, die ursprünglich in Zeitungen abgedruckt wurden, wie z.B. bei Garfield, Hägar und auch bei den Peanuts.
In der Welt der Comics werden Frauen meistens aus der Phantasie von Männern geschaffen. Angesichts des prekären Standes von Comics in der Kulturindustrie wäre es aber falsch, wenn man das gesamte Medium als Vehikel für regressive Männerphantasien bezeichnet.
In Retrospektive betrachtet haben die Schweizer im vergangenen Jahr
nicht gerade zur Verbesserung ihres Ansehens in Europa beigetragen.
Nicht nur der Volksentscheid zum Minarett-Verbot, sondern auch die
nicht ganz unumstrittene Festnahme von Roman Polanski, haben die
Eidgenossen und ihre hoch gelobte Neutralität schlecht aussehen lassen.
Anstatt diese Großereignisse aufs Korn zu nehmen, richtet der
Comiczeichner Ruedi Widmer seinen Blick lieber auf den Schweizer Alltag
und seine Individuen. Durch diese Hintertür gelingt es ihm, neben den
Marketingstrategien der Schweizer Post und neuen Handyangeboten zum
Schluss doch noch kritische Themen, wie eben den Minarettbeschluss,
humoristisch zu hinterfragen. Die letzten Geheimnisse einer rationalen Welt erscheint seit 2000 als wöchentliche Comic-Kolumne in der Winterthurer Zeitung Der Landbote
und liegt nun in gebundener Form vor (Sewicky Verlag). Widmer beweist
in dieser Sammlung, dass Selbstreflexivität sehr wohl ein Schweizer Gut
ist.
Der unermüdliche Pionier Jiro Taniguchi dringt erneut in schwer zugängliche Gefilde des Erzählens vor und erweitert wieder die Grenzen der Comicliteratur – im Buch Der spazierende Mann überaus gelungen.
Cyril Pedrosa ist Comiczeichner (bekannt geworden durch Ring Circus und Drei Schatten) und er ist bekennender Öko.
Beide Fragmente seiner Persönlichkeit bringt er in dem Album Auto-Bio
zusammen. Pedrosa schildert sein Leben als Freund der Umwelt und wie er dieses
an strengen ökologischen Werten auszurichten versucht. In meist nur eine Seite
des Albums einnehmenden Episoden umreißt Pedrosa Alltagsprobleme, auf die er als
Öko gestoßen ist.
- 27.07.2009