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von Thomas Kögel Montag, 27. Oktober 2008
Die Story beginnt (nach einem kurzen Prolog) mit einem Endzeitszenario: Wir befinden uns in der mittelgroßen Stadt Fortville, der Tag beginnt, doch die Stadt bleibt menschenleer. Niemand ist auf der Straße, alle sind verschwunden. Mit Ausnahme von fünf Kindern. Diese Kinder laufen sich über den Weg, und obwohl sie sehr unterschiedlich sind, merken sie schnell, dass sie eine Schicksalsgemeinschaft sind. Wenn sie überleben und herausfinden wollen, warum außer ihnen niemand mehr in der Stadt ist, müssen sie zusammenhalten.
Obwohl sich Vehlmann hier bekannter Versatzstücke bedient (ausgestorbene Städte sah man u.a. zuletzt im Film I am Legend und Kindergruppen, die auf sich gestellt sind, kennt man z.B. aus dem Klassiker Herr der Fliegen), bietet die Ausgangssituation von Allein genug Stoff für eine interessante und originelle Geschichte. Leider verschenkt der Autor im ersten Band viel Potential: Nachdem die fünf Protagonisten eingeführt wurden und sich kennengelernt haben, beginnt eine recht konventionelle Abenteuerhandlung, die nicht sehr überraschend ist. Die Kinder versuchen sich ohne elterliche Hilfe am Kochen oder am Autofahren, sie haben gefährliche Begegnungen mit ein paar Tieren, die aus dem verlassenen Zirkus ausgebrochen sind, und sie versuchen, einen sicheren Unterschlupf zu finden.
Mehr geschieht nicht im ersten Band. Noch gibt es keinerlei Hinweise, warum plötzlich alle Menschen bis auf diese fünf Kinder verschwunden sein könnten, ob sie noch leben und wo sie sich aufhalten. Auch in Sachen Gruppendynamik, was viel Potential bieten würde, geschieht nur wenig - zumindest im ersten Band (bisher sind in Frankreich zwei weitere erschienen, ein vierter Band ist in Arbeit). Es drängt sich der Eindruck auf, dass der Comic stark auf eine junge Leserschaft zugeschnitten wurde, die nur wenig älter ist als die Protagonisten. Für junge Leser im Alter von etwa 10 Jahren ist Allein sicher eine sehr spannende und unterhaltsame Geschichte. Erwachsene, die etwas mehr Tiefgang erwarten, werden eher enttäuscht.
Die deutsche Ausgabe des Piredda Verlags kommt im Standard-Albenformat mit einem sehr stabilen Hardcover auf gutem Papier und bewegt sich mit 13,50 Euro auf dem inzwischen üblichen Preisniveau für Albencomics. Wenn es dem Gespann Vehmann und Gazzotti nun noch gelingt, in den folgenden Bänden eine Geschichte zu entwickeln, die etwas mehr bietet als einen konventionellen Abenteuerplot, kann aus Allein noch eine richtig gute Serie werden.
Allein 1: Verschwunden!
Piredda Verlag, Oktober 2008
Text: Fabien Vehlmann
Zeichnungen: Bruno Gazzotti
Hardcover; vierfarbig; 56 Seiten; 13,50 Euro
ISBN: 978-3-941279-60-5
Bildquelle: piredda-verlag.de
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Manu Larcenet hat mit den bis jetzt zwei bei Reprodukt erschienenen Bänden von "Der alltägliche Kampf" wahrhaftig Eindruck geschunden.
Im Jahr 2035 soll die erste bemannte Marsmission starten, allerdings
wird diese kurzerhand um etliche Jahre verschoben. Damit ist der Traum von
Helen Freeman, die als am besten geeignetste Astronautin der NASA gilt, vorbei.
Parallel dazu wird im Indischen Ozean eine abgestürzte Raumkapsel entdeckt,
deren Herkunft und Besatzung für große Aufregung sorgen und die US-Regierung
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- 27.07.2008
"Dies ist die Geschichte eines trauernden Fotografen, einer Werkstatt
voller Erinnerungen, eines wichtigen Buches und vom lieben Augustin..."
Passende Klappentexte sind eine Kunst für sich, und im Falle von "Kostbarkeiten" darf man das Unternehmen einmal als gelungen betrachten. Der dritte Band der Reihe Le combat ordinaire
von Emmanuel Larcenet hat tatsächlich einiges zu bieten. Um Väter und
Söhne geht es, um die Natur und ums Erwachsenwerden, den Preis des
Krieges, Sinn und Unsinn der Psychoanalyse, Mütter und Brüder, Eulen
und Hackbraten und Dockarbeiter und Korken und Beziehungen und ... na
ja, den lieben Augustin eben.
Da man auch bei Ehapa feststellen musste, dass man
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