JoomCategories for JoomGallery
- Kategorie: 6. Akt: Der letzte Akt
- Kategorie: 5. Akt: Der Akt ohne Namen
- Kategorie: Chili oder Essen, das zweimal brennt
JoomGallery Stats for JoomGallery MVC BETA
- 1287
Aktuelle Rezensionen
Comicgate-Tweets
Comic-Kalender
- Buffy-Zeichner Franco Urru auf Signiertour
17.05.2012 - 25.05.2012
(Signierstunde) - Comicbörse Stuttgart
19.05.2012
(Comicbörse) - Dresdner Comicfest
19.05.2012
(Messe/Festival)
von Benjamin Vogt Mittwoch, 15. September 2010
Seit 2007 veröffentlichen sie den Strip 7 Jahre mit Garg (www.siebenjahremitgarg.de), jetzt gibt es erstmals einen gedruckten Sammelband. Und der beinhaltet neben den den klassischen Strips in Schwarz-Weiß auch eine längere, kolorierte Geschichte, die stlististisch völlig andere Wege einschlägt.
"Mein Findetag", so der Titel dieser Episode, beleuchtet das Garg'sche Äquivalent zum uns bekannten Geburtstag. Denn, klar, einen solchen hat das Monsterlein nicht, deswegen zelebriert es mit Benni den Tag ihres ersten Zusammentreffens. Die Bilder sind hier nicht nur farbenfroh ausgestaltet, sondern nehmen auf den Seiten viel Raum ein. Einige Zeichnungen erstrecken sich sogar aufs komplette A4-Format des Albums. Die Story ist in vielerlei Hinsicht ein Stilbruch zu dem, was der Leser in der ersten Hälfte des Bandes sehen kann. Sogar auf Dialoge wird komplett verzichtet, stattdessen werden die Bilder von Gargs Ausführungen in Reimform untermalt.
All das wirkt überraschend und ist sehr sympathisch umgesetzt. Zumal es das starre Konzept des Strips aufbricht und beweist, dass der Charme auch ohne viel Worte erhalten bleibt. Trotzdem hat mich die überlange Bonusgeschichte etwas gestört, bzw. hätte ich stattdessen doch noch ein paar Strips gelesen. Der Grund dafür ist, dass Garg und Benni ohne das Korsett der knappen Form das gewisse pointierte Moment fehlt, dass der gereimte Monolog überdies zwar nett, aber keinen Ersatz für einen klugen Dialog bilden kann.
Die Strips brauchen sich hingegen auch vor ganz großen Vorbildern nicht zu verstecken. Hier fabuliert Texter ASP um wunderbar anrührende, geistreiche Situationen herum. Ob es nun um Gargs Wunsch eines Weltraumfluges geht, oder um Bennis verzwickte Jobsuche, stets enden die sich auf maximal drei Seiten erstreckenden Storys mit einer mehr oder weniger offensichtlichen Pointe. Das sorgt beim Lesen zumeist für ein Schmunzeln, machmal ist 7 Jahre mit Garg aber auch richtig, richtig lustig.
Richtig gelungen ist nebenbei bemerkt auch die Aufmachung des im Eigenverlag produzierten Sammelbandes. Die auf angenehm rauem Papier gedruckten Seiten sind in einem schicken Hardcover-Einband verpackt. Und im redaktionellen Part klärt ASP unter anderem die Frage nach dem ungewöhnlichen Titel des Comics.
Wem diese Ausstattung allerdings zu profan erscheint, dem kann auch alternativ mit einer limitierten Kunstlederausgabe mit Silberprägung geholfen werden. Auch diese gibt es im ASP-Shop unter www.thetalesofasp.com.
7 Jahre mit Garg – Gesamtausgabe 2007 bis 2010
Eigenverlag, August 2010
Autor: ASP
Zeichner: Ingo Römling
124 Seiten, s/w + farbig, HC, 26,90
Euro
Klasse Stripserie mit monströsem
Niedlichkeitsfaktor, leichte Abzüge gibts nur wegen der Farbstory
Abbildungen: © Ingo Röming / ASP















Neue Veranstaltung einsenden



In dem neuesten Band von Jan-Michael Richter (kurz Jamiri), Arsenicum Album, behandelt der Zeichner in ganzseitigen Cartoons die Tücken des Alltags, der Technik und das Leben in der Großstadt. Die meisten Cartoons gewinnen ihren Witz normalerweise durch graphische
Aussparungen: der Dialog oder die Situation wird zumeist erst in der
detaillierteren Zeichnung des letzten Panels aufgelöst und liefert so
die Pointe. Dieses Prinzip ist vor allem in den Cartoonserien zu
finden, die ursprünglich in Zeitungen abgedruckt wurden, wie z.B. bei Garfield, Hägar und auch bei den Peanuts.
So groß das Angebot an deutschsprachigen Comicübersetzungen auch ist, so groß sind nach wie vor die Lücken. Eigentlich sollte man meinen, dass zumindest das Werk der ganz großen Namen inzwischen vollständig auf Deutsch vorliegen müsste. Dass dem nicht so ist, zeigt sich (nicht nur) am Beispiel von Alan Moore. Dessen Opus enthält neben den großen, selbstverständlich verfügbaren Klassikern wie Watchmen, From Hell oder V for Vendetta auch zahlreiche mehr oder minder obskure Seitenzweige sowie ein Frühstadium, bestehend aus Comics, die in den frühen 80er Jahren für die britischen Magazine Warrior und 2000 AD entstanden. Das meiste davon wurde nie auf Deutsch veröffentlicht.
Das Wortspiel im Titel ist blöd auf eine sympathische Art, der Hund bellt "rabau", und wenn der grave digger Dave Grigger auf Seite 4 in einen Apfel beißt, dann macht es famos "schnurps".
Spätestens an dieser Stelle hat Dave Grigger eigentlich gewonnen.
- 10.12.2009
In seinem vierzigsten Film Whatever Works erzählt Woody Allen die Geschichte eines alternden Griesgrams, der ein deutlich jüngeres Mädchen heiratet. Während ein Altersunterschied zwischen den Protagonisten von über vierzig Jahren unter der Regie eines anderen Auteurs zu einer filmischen Tragödie werden würde – man erinnere sich nur an den schrecklichen Film Es begann im September mit Richard Gere und Winona Rider – gelingt es Woody Allen mit seinen Filmen stets zu überzeugen. Auch wenn er ausnahmsweise einmal nicht selbst mitspielt, durchdringen sein Humor, seine Neurosen und seine omnipräsente Existenzangst jeden seiner Filme. Wenn man Allens Filmen die Straßen von New York, Scarlett Johansson und die komplexen Beziehungsgeflechten entziehen würde, könnte man dann eine genuine "Woody Allen"-Formel als Konzentrat extrahieren? Dieser Frage hat sich der Zeichner und Autor Stuart Hample gestellt und zwischen 1976 und 1984 Cartoon Strips mit dem Titel Inside Woody Allen geschrieben und gezeichnet. Die aufwendige Werkschau hat der Knesebeck Verlag nun unter dem Titel Vom Irrsinn des Lebens ins Deutsche übersetzt.
- 15.10.2009