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von Thomas Kögel Donnerstag, 18. Dezember 2008
Erzählt wird von der Beziehung zweier junger Großstädter, Gwen und Evan. In zwölf Kapiteln erfahren wir vom Auf und Ab ihrer Liebe: Das erste Date, die Schwierigkeiten und Unsicherheiten beim Kennenlernen, der erste Jahrestag, Eifersucht, Missverständnisse, und die Tatsache, dass jeder Teil eines Liebespaares auch eine Vorgeschichte hat. Der Comic kommt dabei ohne erklärende Texte eines Erzählers aus und verlässt sich auf Bilder und Dialoge. Die reichen aus, damit sich der Leser mit der Zeit ein Bild davon verschaffen kann, wie Evan und Gwen ticken. Einige der Kapitel fallen formal etwas aus dem Rahmen: Zeichnerin Joelle Jones variiert dann ihren Stil, sie verlässt die herkömmliche Seitenarchitektur und anstelle von Zwiegesprächen gibt es Monologe - mal von Gwen, mal von Evan.
Die Zeichnungen von Joelle Jones arbeiten mit harten Schwarz-Weiß-Kontrasten und wirken sehr schwungvoll und dynamisch. Im Grunde passen sie perfekt zur Story: Nicht zu süßlich, sehr eigenständig, aber trotzdem leicht zugänglich.
Die deutsche Ausgabe erscheint beim Eidalon-Label Modern Tales, wo man den Comics seit Kurzem eine noch hochwertigere Verpackung spendiert. Kompaktes Format, Hardcover-Einband und drumherum ein Schutzumschlag - das gefällt. Als Bonus gibt's noch ein Interview mit Autor und Zeichnerin.
12 Gründe, dich zu lieben
Modern Tales/Eidalon, Juli 2008
Text: Jamie S. Rich
Zeichnungen: Joëlle Jones
Hardcover; schwarz-weiß; 160 Seiten; 16,00 Euro
ISBN: 978-3-939585-11-4
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Bildquelle: presse.eidalon.de
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Rezensionen


In Liebe und andere Lügengeschichten erzählt
die herausragende Autorin Kiriko Nananan in dem zeitgenössischen Manga in
unheimlich verdichteter Form über Sexualität, Gefühls- und Liebesleben von
japanischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen, meistens Frauen, in 23
Facetten.
Der Eidalon-Verlag hat vor kurzem sein Programm aufgesplittet - Manga für das jüngere Publikum erscheinen weiterhin dort, während die "anspruchsvolleren" Comics wie Queen & Country oder Courtney Crumrin nun durch das Unterlabel Modern Tales verlegt werden. Und obwohl Love as a Foreign Language vom Zeichenstil asiatisch angehaucht ist, hat es durchaus seine Berechtigung, dass er bei den modernen Geschichten erscheint - man darf sich nämlich nicht von dem kitschigen Titel der Serie täuschen lassen.
- 12.09.2006

Wie mag es wohl sein, wenn man anders ist als die anderen? Also, so richtig anders. Kein Außenseiter, weil man den falschen Namen hat oder einen Sprachfehler. Nein, sondern weil man merkt, dass man wirklich anders ist. Autor Brian Wood (DMZ) entwirft zusammen mit der jungen Zeichnerin Becky Cloonan zwölf Geschichten über Teenager und junge Erwachsene, die irgendwie mit der Situation klarkommen müssen, dass sie eine besondere Gabe haben, sei es Unverwundbarkeit oder immense Stärke. Die Erzählungen kommen dabei so abwechslungsreich und angenehm zurückhaltend daher, wie es Cloonans Zeichenstil ist.
- 15.04.2007
In einer düsteren Zukunftsgesellschaft lebt und arbeitet der
exzentrische Sir Crumpett's in seiner großen Kathedrale. Es ist die vielleicht
letzte Bastion eines kunstfertigen Handwerks, das die ungezügelte und brutale
Welt außerhalb der Kathedrale auch Jahrhunderte nach dem Gelobten Jahr
überdauert. Denn Crumpett's ist ein Automatenbauer, d.h. er fertigt märchenhafte
Wesen, halb Puppe, halb Roboter, an und erweckt sie zum Leben. Seit 60 Jahren
treibt ihn das Bestreben an, der Welt jenen verlorengegangenen, reinen Zustand
der Magie wiederzugeben, den er in den möglichen Feenaugen seiner Automaten vermutet.
- 22.11.2008